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Kvitova zu stark: Siegemund verpasst French-Open-Halbfinale

Kvitova zu stark

"Maßlos enttäuscht": Siegemund verpasst Halbfinale

Starkes Turnier, aber im Viertelfinale gestoppt: Laura Siegemund.

Starkes Turnier, aber im Viertelfinale gestoppt: Laura Siegemund. Getty Images

Mit einem Doppelfehler ist Laura Siegemunds French-Open-Abenteuer zu Ende gegangen: 3:6, 3:6 hieß es für die 32-Jährige aus Metzingen am Mittwoch nach 80 Minuten gegen Petra Kvitova - der Traum vom Halbfinale ist geplatzt. Ihre tschechische Kontrahentin, die in Paris zum zweiten Mal nach 2012 im Halbfinale steht, war an diesem Tag einfach zu stark.

Siegemund hatte in ihrem ersten Einzel-Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier von Beginn an einen schweren Stand. Kvitova legte druckvoll los und führte schnell mit 4:1. Auch dank sechs Assen gewann sie den ersten Durchgang souverän.

Im zweiten Satz, in dem sie zwischenzeitlich am Rücken behandelt werden musste, holte Siegemund zwei Breaks auf, gab ihren Aufschlag beim Stand von 3:3 aber klar ab und schaffte die Wende danach nicht mehr.

"Von Bubble zu Bubble zu Bubble, das geht auf die Psyche"

Kvitova, die Nummer elf der Weltrangliste, trifft nun auf die Setzlistenvierte Sofia Kenin, die ihre Landsfrau Danielle Collins mit 6:4, 4:6, 6:0 bezwang. Siegemund, US-Open-Siegerin 2020 im Doppel, steht nach ihrem bisher stärksten Grand-Slam-Auftritt im Einzel vor dem Sprung in die Top 50.

"Ich werde das Turnier rückblickend sicher als großen Erfolg werten können", sagte Siegemund, "im Moment bin ich aber maßlos enttäuscht, wie man merkt. Ich sehe noch mehr Potenzial und möchte das ausschöpfen, das ist mein Ansporn. Mich ärgert so ein Match wie heute."

Jetzt freut sie sich auf ein paar Tage Pause. "Wenn ich mal wieder zur Ruhe kommen kann, nach Hause, das wird schon helfen. Ich habe jetzt sehr viel gespielt, quasi von Bubble zu Bubble zu Bubble, das geht irgendwann echt auf die Psyche."

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jpe/sid