Bundesliga

RB Leipzig: Steht Augustin einem Adams-Wechsel im Weg?

Streit mit Leeds United könnte Transfer verhindern

Martinez zieht es nach Genua - Steht Augustin einem Adams-Wechsel im Weg?

US-Boy Tyler Adams könnte zurück zu Jesse Marsch wechseln - doch eine andere Personalie stört den Deal.

US-Boy Tyler Adams könnte zurück zu Jesse Marsch wechseln - doch eine andere Personalie stört den Deal. IMAGO/Icon SMI

Nur sechs Spieler aus dem Profikader werden zum Trainingsstart von RB Leipzig am morgigen Montag (10 Uhr) mit von der Partie sein. Angelino, Marcel Halstenberg, Kevin Kampl, Mohamad Simakan, Nordi Mukiele sowie der neue Ersatztorhüter Janis Blaswich kehrten pünktlich aus dem Urlaub zurück und absolvierten am Samstag die obligatorischen Leistungstests. Dagegen bahnt sich beim bisherigen Reservetorhüter Josep Martinez ein Tapetenwechsel Richtung Italien an. Der 24-jährige Spanier, der vor zwei Jahren aus Las Palmas kam und in dieser Zeit ganze vier Pflichtspiele für RB bestritt, steht vor einem Wechsel zum Erstliga-Absteiger CFC Genua 1893.

Weiter offen ist der sportliche Werdegang von Yvon Mvogo (28), der gleichfalls keine Zukunft in Leipzig hat und für die Suche nach einem neuen Arbeitgeber freigestellt wurde. Der Torhüter aus der Schweiz war zuletzt an die PSV Eindhoven ausgeliehen. In Leipzig endet sein Vertrag in einem Jahr, weshalb eine erneute Ausleihe keinen Sinn macht.

Schwerer Stand für Adams - Wiedersehen mit Marsch?

Mittelfeldspieler Tyler Adams (23), der unter dem neuen RB-Trainer Domenico Tedesco einen schweren Stand hatte, zieht es in die Premier League. Für den US-Amerikaner gibt es einige Interessenten, vor allem Leeds United, wo Adams‘ Landsmann und langjähriger Ziehvater Jesse Marsch der Trainer ist. Nach Informationen aus England wollen sowohl Adams als auch der gerade dem Abstieg entgangene Klub den Wechsel, der allerdings eine pikante Note hätte.

Streit um Augustin noch immer nicht geklärt

Leipzig und Leeds liegen seit zwei Jahren im Transfer-Streit um Stürmer Jean-Kevin Augustin, den Leipzig im Januar 2020 zum damaligen Zweitligisten Leeds ausgeliehen hatte. Nach RB-Darstellung grifft durch den im Sommer 2020 erfolgten Aufstieg in die Premier League eine Kaufpflicht über 21 Millionen Euro. Dies verweigert der englische Verein mit dem Hinweis, dass der Aufstieg in der coronabedingt verlängerten Saison erst nach Ablauf des Leihvertrages erfolgt sei.

Seit mehr als drei Monaten liegt der Fall beim Internationalen Sportgerichtshof CAS, das Urteil lässt nach wie vor auf sich warten. Dass RB Leipzig während dieses Rechtsstreits einen Spieler zu Leeds United transferiert, ist eher nicht zu erwarten - schon gar nicht, wenn es Alternativen gibt. Leipzigs Ablöseforderung soll bei 20 Millionen Euro liegen

Oliver Hartmann

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