Champions League

Jesse Marsch hadert: "Sehr, sehr schwerer Fehler"

Leipzig: Wohl nur die Europa League bleibt als Hoffnung

Marsch hadert: "Sehr, sehr schwerer Fehler"

Nicht zu halten: Kylian Mbappé (#7) im Duell mit Tyler Adams. 

Nicht zu halten: Kylian Mbappé (#7) im Duell mit Tyler Adams.  imago images

"Wir haben einen sehr, sehr schweren Fehler gemacht. Das ist schwer zu akzeptieren und ich weiß nicht, warum wir es in so einem Moment dem Gegner so einfach gemacht haben. Und wenn das auf diesem Niveau passiert, sind Messi und Mbappé bereit", haderte Jesse Marsch bei "DAZN" nach dem Spiel mit der wohl entscheidenden Szene in der 67. Minute, als Tyler Adams in der eigenen Hälfte den Ball letztlich genau in den Lauf von Kylian Mbappé geschoben hatte - und damit in Richtung des 2:2-Ausgleichstreffers von Lionel Messi. 

"Gut gespielt, aber nicht gut genug"

Bis dahin hatte Mbappé - und auch Lionel Messi - seit dem 1:0 von Ersterem noch in der Anfangsphase keine einzige klare Chance mehr besessen, weshalb auch Marsch durchaus Positives aus der Partie mitnahm. "Wir haben gut gespielt. Wir hatten oft Spielkontrolle, eine Führung in der zweiten Hälfte und eigentlich alles im Griff. Wir haben gut mit dem Ball gespielt und mit Ruhe. Wir hatten Chancen und waren bei Standards wieder gefährlich und haben den Gegner oft kontrolliert", resümierte der US-Amerikaner, der anfügte, dass dies dennoch aufgrund der entscheidenden Fehler eben "nicht gut genug" gewesen sei. 

Ein wenig positiver sah dies Konrad Laimer, der zwar einräumte, dass seine Team "vielleicht in der ein oder anderen Situation zu naiv, zu jung, zu wild" gewesen war. Aber: "Unter Strich können wir stolz sein, finde ich, auf eine Mannschaft, die nicht einen Deut schlechter als sie war, beziehungsweise sie eben nicht besser. Fußball ist manchmal auch nicht gerecht. Wir haben die eine oder andere Chance nicht genutzt, sie jeden Fehler eiskalt, das ist auf diesem Niveau manchmal auch normal", so der Österreicher. 

Laimer: "Elan und Power mitnehmen"

Dass die Leipziger Chancen auf ein Überwintern in der Champions League - angesichts von sechs Punkten Rückstand auf ManCity und sogar sieben auf Tabellenführer PSG - auf ein theoretisches Minimum gesunken sind, ist auch den RB-Akteuren bewusst. "Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, wie ja schon vor dem Spiel. Hätten wir einen Punkt mehr geholt, wäre gerade auch für die Europa League noch mehr möglich gewesen", so Marsch, zumal Brügge (vier Punkte) zumindest noch ein wenig in Reichweite liegt. "So aber wird es schwer. Wir müssen weniger Fehler machen." 

Laimer jedenfalls hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. "Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können und wollen noch so viele Punkte wie möglich holen, um vielleicht noch im nächsten Jahr international zu spielen. Wir sehen das Positive und hoffen, den Elan und die Power in die nächsten Wochen mitzunehmen."

jom

Bilder zur Partie Paris St. Germain - RB Leipzig