Bundesliga

RB-Coach Marsch: "Gott sei Dank haben wir Poulsen gehabt"

Novoa jetzt jüngster RBL-Torschütze

Marsch: "Gott sei Dank haben wir Poulsen gehabt"

Leipzigs Coach Jesse Marsch (re.) bedankte sich nach dem Fürth-Spiel bei seinem Stürmer Yussuf Poulsen.

Leipzigs Coach Jesse Marsch (re.) bedankte sich nach dem Fürth-Spiel bei seinem Stürmer Yussuf Poulsen. imago images/Zink

"Wir waren wirklich sehr schlecht", resümierte Leipzigs Trainer Marsch nach Abpfiff gegenüber "Sky". Gemeint hatte der US-Amerikaner zum Glück von RB aber nur die erste Hälfte gegen Fürth. In dieser präsentierten sich die Sachsen absolut nicht wie ein Team, das seit nunmehr fünf Spielen in der Liga ungeschlagen ist und dort im eigenen Stadion gar dreimal in Folge gewann.

Er hat fast alleine das Spiel gedreht.

Jesse Marsch über Yussuf Poulsen

Vielmehr hatte RB Probleme mit in Durchgang eins stark aufspielenden Fürthern. "Wir haben Laufduelle, die zweiten Bälle verloren", meinte daher auch Marsch. Doch statt in der Pause in der Kabine laut zu werden oder die Grundformation zu ändern, entschied er sich für zwei Wechsel - der Anfang einer Erfolgsgeschichte, denn in Abschnitt zwei präsentierte das Marsch-Team ein anderes Gesicht.

"Wir haben es in die eigene Hand genommen", sagte beispielsweise Emil Forsberg, der an seinem 30. Geburtstag die erstmalige Führung besorgte. Vom Punkt wohlgemerkt, weil Yussuf Poulsen einen Elfmeter herausgeholt hatte. Apropos Poulsen: Der Däne, eben einer von zwei Neuen zu Beginn der zweiten Hälfte, sorgte direkt nach Wiederanpfiff mit seinem ersten Ballkontakt für den Ausgleich. Coach Marsch hielt daher fest: "Gott sei Dank haben wir in der zweiten Halbzeit Yussuf Poulsen gehabt. Er hat fast alleine das Spiel gedreht."

Marsch liegt bei gleich drei Einwechslungen richtig

Marsch hätte sich jedoch auch selbst loben können. Er wusste zwar, "in der Halbzeit die richtigen Entscheidungen getroffen" zu haben, aber das war noch lange nicht alles. Denn auch während des zweiten Abschnitts bewies der nicht immer unumstrittene 47-Jährige ein goldenes Händchen. Schließlich waren auch Dominik Szoboszlai (ein Treffer, ein Assist) und der nun mit 18 Jahren und 272 Tagen jüngste RB-Torschütze Hugo Novoa am 4:1-Erfolg entscheidend beteiligt.

Forsberg sprach dementsprechend jedem Joker ein Lob aus. Allen voran "Yussi (Poulsen, Anm. d. Red.) hat einen super Impact gegeben - und ich freue mich auch für Hugo: sein erstes Tor mit dem ersten Kontakt. Wahnsinn, richtig geil muss man sagen", schwärmte der Schwede über den "am Ende perfekten Abend".

mje

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