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Manchester United verzeichnet dreistelligen Millionenverlust

Gehaltskosten steigen drastisch an

Manchester United verzeichnet dreistelligen Millionenverlust

Die Schulden von Manchester United steigen auf 590,4 Millionen Euro an.

Die Schulden von Manchester United steigen auf 590,4 Millionen Euro an. IMAGO/PA Images

Manchester United verzeichnete im zurückliegenden Geschäftsjahr einen dreistelligen Millionenverlust. Die Red Devils teilten am Donnerstag mit, dass sie trotz eines Umsatzanstiegs um 18 Prozent auf 669,1 Millionen Euro einen Nettoverlust von 132 Millionen Euro hinnehmen mussten. Denn neben der Umsatzsteigerung wuchsen auch die Schulden: insgesamt um 22 Prozent auf rund 590,4 Millionen Euro. Der Tabellenfünfte der Premier League führt die Nettoverschuldung auf die COVID-Pandemie zurück.

Den Großteil der Kosten verzeichnet ManUnited bei den Gehältern. Die Lohnkosten stiegen um 19 Prozent auf 440,7 Millionen Euro. Kein anderer Premier-League-Verein erhöhte so stark seine Gehaltskosten. 

Glazers erhalten rund 38,6 Millionen Euro

Des Weiteren zeigt der Jahresbericht, dass die Besitzerfamilie Glazer Dividenden in Höhe von rund 38,6 Millionen Euro erhält. Auch die Abfindung für den im November 2021 entlassenen Teammanager Ole Gunnar Solskjaer (28,3 Millionen Euro) belasten den Haushalt.

Die in der laufenden Saison ausbleibenden Champion-League-Einnahmen, nachdem United in der vergangenen Premier-League-Saison nur Sechster geworden war, werden erst im kommenden Jahr im Jahresbericht verzeichnet. Genauso wie die Ablösesummen für die Neuzugänge Antony, Casemiro, Lisandro Martinez and Tyrell Malacia, die Manchester sich über 229,5 Millionen Euro kosten ließ.

Die hohen Ausgaben verteidigten die Verantwortlichen von ManUnited derweil: "Die Hauptaufgabe unseres Vereins ist es, Fußballspiele zu gewinnen und unsere Fans zu unterhalten. Seit unserem letzten Ergebnisbericht haben wir den Kader unserer ersten Herrenmannschaft verstärkt, eine erfolgreiche Sommertournee absolviert und eine Grundlage geschaffen, auf der wir in der Anfangsphase der Saison 2022/23 unter unserem neuen Trainer Erik ten Hag aufbauen können", wird Richard Arnold, Vorstandsvorsitzender der Red Devils in einem Bericht von "The Athletic" zitiert.

aka, sid

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