Bundesliga

Yunus Malli bei Wolfsburg auf der Bank? "Ich werde auf meine Spiele kommen"

Wolfsburg: Duell mit Didavi um den Spielmacherposten

Malli auf der Bank? "Ich werde auf meine Spiele kommen"

Hat er gegenüber Daniel Didavi die Nase vorne? Yunus Malli (re.).

Hat er gegenüber Daniel Didavi die Nase vorne? Yunus Malli (re.). imago

Die Entscheidung steht bevor. Am Sonntag startet der VfL mit seinem Pokalspiel bei Eintracht Norderstedt (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) in die Saison, dann muss sich Andries Jonker ein erstes Mal in einem Pflichtspiel festlegen. Didavi oder Malli? Wem gibt der Trainer den Vorzug? "Wir haben beide Gas gegeben", erklärt Malli, "der Trainer ist mit uns beiden zufrieden. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass nur einer spielt. Wir nehmen es so, wie es kommt." Der 25-Jährige hebt den Teamgedanken hervor. "Wichtig ist, dass wir gut starten, dann wird jeder seinen Teil dazu beitragen." Egal ob auf dem Platz oder als möglicher Einwechselspieler. Für Malli ist wichtig, dass Letztere die Stimmung im Team nicht kippen lassen. "Das macht den Erfolg im Endeffekt aus, dass nicht nur die elf Spieler, die spielen, zufrieden sind, sondern der ganze Kader. Die Saison ist lang, jeder wird gebraucht. Nur so kann man auf Dauer Erfolg haben."

Spielersteckbrief Didavi
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Für den Deutsch-Türken persönlich wäre es freilich ein Rückschlag, würde er beim VfL erst einmal nur die Rolle des Jokers einnehmen. Die Bank ist für Malli seit langer Zeit ein fremder Ort. "Zu meiner Anfangszeit in Mainz bin ich fast nur von der Bank gekommen", erinnert er sich, "in den letzten Jahren habe ich fast immer gespielt, das ist auch mein Anspruch. Ich bin ruhig, nehme die Situation an und bin überzeugt, dass ich in der Saison auf meine Spiele kommen werde."

Ich bin motiviert, freue mich, dass es wieder bei null losgeht.

Yunus Malli

Das erste Halbjahr im VfL-Trikot war freilich nicht die beste Bewerbung. In 16 Spielen gelangen dem Regisseur lediglich ein Tor und eine Vorlage. Viel zu wenig für einen Spieler seiner Klasse, die Rahmenbedingungen in Wolfsburg waren freilich auch nicht die besten. "Wir haben uns alle schwergetan", erklärt Malli. "Es war keine Konstanz da, so war es auch bei mir der Fall." Glaubt man dem türkischen Nationalspieler, ist Besserung in Sicht. "Seit Anfang Juli ist jeder gewillt, es besser zu machen. Ich bin motiviert, freue mich, dass es wieder bei null losgeht." Nun muss Trainer Jonker nur noch entscheiden, wer auf der Zehn spielt.

Thomas Hiete