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Mainz - Frankfurt: Tuta entscheidet Rhein-Main-Duell

Mainz - Frankfurt: Intensiver Test stellt Glasner und Svensson zufrieden

Tuta erzielt das einzige Tor im Rhein-Main-Duell

Matchwinner im Testspiel gegen Mainz 05: Eintracht Frankfurts Tuta (#35).

Matchwinner im Testspiel gegen Mainz 05: Eintracht Frankfurts Tuta (#35). imago images/Kessler-Sportfotografie

Während Mainz-Coach Bo Svensson auf zahlreiche Stammkräfte zurückgriff, standen bei den Hessen in Tuta und Kapitän Sebastian Rode lediglich zwei Stammspieler in der Startelf. Dennoch war Frankfurt die etwas aktivere Mannschaft und hatte nach einer feinen Direktkombination durch die Mitte in Person von Jens Petter Hauge die erste große Chance der Partie (12.). Die Hausherren wurden meist dann gefährlich, wenn sich die Eintracht individuelle Schnitzer erlaubte. So wie in der 18. Minute, als der schwache Sam Lammers im Mittelfeld den Ball verlor und 05-Stürmer Jonathan Burkardt mit einem langen Ball geschickt wurde, den er am Tor vorbeisetzte. Oder nach Tutas leichtfertigem Ballverlust im eigenen Sechzehner, den Kevin Stöger zu einem Zuckerpass auf Anton Stach nutzte, der am herauseilenden Diant Ramaj scheiterte (27.). Auf der anderen Seite schloss Lammers nach einer Hereingabe des in den vergangenen Tagen an Sprunggelenkproblemen laborierenden Debütanten Knauff zu schwach und unpräzise ab (37.). Insgesamt hielt sich der Unterhaltungswert jedoch in Grenzen, auch wenn Frankfurts Trainer OIiver Glasner hinterher zu Recht von "Bundesliga-Intensität" sprach und sich über einen "super Test" freute.

Standard entscheidet das Spiel - Boetius verschießt Elfmeter

In der zweiten Hälfte plätscherte die Partie lange vor sich hin und geriet zunehmend zerfahren, was sicherlich auch auf die vielen Wechsel auf beiden Seiten zurückzuführen war. Ins Bild passte, dass das Tor des Tages nicht aus dem Spiel heraus, sondern nach einem Freistoß fiel: Der eingewechselte Jesper Lindström schickte Goncalo Paciencia links in den Strafraum, der Schuss des Portugiesen aus spitzem Winkel prallte an den Pfosten, Tuta staubte ab (74.). Praktisch im direkten Gegenzug brachte Frankfurts Verteidiger Almamy Toure den eingewechselten Ben Bobzien im eigenen Strafraum tölpelhaft zu Fall. Den berechtigten Strafstoß parierte Jens Grahl gegen Jean-Paul Boetius, dessen Schuss halbhoch und viel zu mittig geriet (76.). In der Schlussphase prüfte Joker Leandro Barreiro mit einem Gewaltschuss aus der Distanz noch einmal Grahl (83.), auf der Gegenseite hätten die Youngster Antonio Foti (89.) und Martin Pecar (90.) für das 2:0 sorgen können, schlossen aber zu ungenau ab.

Svensson: "Ein wertvolles Testspiel"

Mainz-Coach Svensson äußerte sich trotz der Niederlage mit dem Test zufrieden. "Das war ein wertvolles Testspiel. Wir haben heute viele Dinge gesehen, die wir nach den letzten Spielen gegen Fürth und Bochum angesprochen haben", sagte der Trainer und analysierte: „Wir haben sehr wenig zugelassen und nach einem gemeinsamen Plan agiert. Das Ergebnis kam zustande, weil wir einmal nicht aufgepasst und den Elfmeter nicht verwandelt haben. Es war ansonsten sehr ausgeglichen." Auch Glasner sah "viel, was mir gut gefallen hat, deswegen bin ich zufrieden".

Tore und Karten

0:1 Tuta (74')

1. FSV Mainz 05
Mainz

Rieß - St. Juste , Bell , Niakhaté - Brosinski , Stach , Boetius, Lucoqui, Stöger - Onisiwo , Burkardt

Eintracht Frankfurt
Frankfurt

Ramaj - da Costa, Tuta , Toure - Knauff , Jakic, Rode , C. Lenz , Hauge - Paciencia , Lammers

Spielinfo

Stadion

Bruchwegstadion

Angesichts von Daichi Kamadas bereits im Spiel gegen Bielefeld (0:2) erlittenen Muskelfaserriss bleibt auf Frankfurter Seite jedoch ein großes Fragezeichen: Wer ersetzt den Japaner im kommenden Ligaspiel beim VfB Stuttgart? Jens-Petter Hauge empfahl sich nach rund sechswöchiger Verletzungspausen und nur drei Einheiten mit dem Team nicht. Dem Norweger fehlte die Ballsicherheit, zudem unterliefen ihm zu viele einfache Fehlpässe. In dieser Verfassung ist er der Mannschaft ebenso wenig wie der einmal mehr uninspiriert auftretende Lammers eine Hilfe. "Wir haben auch die Option, im 3-5-2 zu spielen", sagt Glasner. In dieser Ausrichtung könnte beispielsweise Rode den Sechser hinter den Achtern Djibril Sow und Kristijan Jakic geben, vorne könnte sich Jesper Lindström an der Seite von Rafael Borré austoben. Lindström könnte freilich auch auf der Zehn eingesetzt werden und Goncalo Paciencia als zweite Spitze auflaufen. Immerhin bleibt Glasner noch eine Woche Zeit, um verschiedene Varianten im Training zu testen und sich für die erfolgversprechendste zu entscheiden.

Julian Franzke

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