2. Bundesliga

Magdeburg nicht mehr Letzter- Remis im "Aufsteigerduell" - KSC bezwingt Nürnberg

2. Bundesliga, 10. Spieltag: HSV feiert Last-Minute-Sieg

Magdeburg nicht mehr Letzter- Remis im "Aufsteigerduell" - KSC bezwingt Nürnberg

Luca Schuler und Lautern gegen Braunschweig

Luca Schuler und Lautern gegen Braunschweig IMAGO/Eibner

Der 1. FC Magdeburg hat Jahn Regensburg am Sonntag mit 1:0 bezwungen und dadurch die Rote Laterne an Arminia Bielefeld weitergereicht. Der Aufsteiger startete engagiert, doch einem Treffer von Bell Bell wurde die Anerkennung verweigert. In der zweiten Hälfte war es ausgeglichener, Regensburg schnupperte sogar an der Führung. Die dann aber Magdeburg erzielte: Nach einem Befreiungsschlag verschätzte sich Jahn-Keeper Stojanovic komplett, Schuler musste nur noch einschieben (68.). Regensburg konnte nicht mehr kontern, Magdeburg hielt die wichtigen drei Punkte fest.

Viel Kampf und Leidenschaft: Packendes Remis zwischen Lautern und Braunschweig

Ein tiefer Rasen und viel Regen - es herrschte "Fritz-Walter-Wetter" am Betzenberg. Und der 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Braunschweig nahmen die Vorzeichen an. Beide Teams lieferten sich ein intensives und leidenschaftliches Match, ohne die Grenzen des Erlaubten zu überschreiten. Nicht in der 71. Minute, als nach VAR-Intervention eine Rote Karte gegen Lauterns Klement zurückgenommen wurde. Auch vor den Toren war ordentlich was los, doch Tore fielen erst in Hälfte zwei: Lauberbach brachte die niedersächsischen Löwen in Führung (52.), doch Lautern konterte in der 55. Minute durch Tomiak. Dabei blieb es trotz etlicher Chancen auf beiden Seiten bis zum Schlusspfiff.

Zwei Ex-Nürnberger sorgen für KSC-Sieg und FCN-Krise

Einen auch in dieser Höhe verdienten 3:0-Erfolg fuhr der Karlsruher SC gegen den 1. FC Nürnberg ein. Von Beginn an waren die Badener das bessere Team, der Club kam nicht in die Zweikämpfe, wirkte lethargisch und verunsichert. Einzig Keeper Mathenia stemmte sich gegen die drohende Niederlage und vereitelte mit einigen Glanztaten einen Rückstand. Bis zur 45. Minute, dann köpfte "Club-Held" Schleusener die längst fällige KSC-Führung. Schleusener hatte in der Relegation 2019/20 Nürnberg in allerletzter Sekunde vor dem Abstieg bewahrt. Dieses Mal leitete er allerdings die verdiente Club-Niederlage ein, die Heise (78.) und Wanitzek (82.) besiegelten.

St. Pauli lässt vor dem Tor erneut zu viel liegen

Sechs Spiele ohne Sieg: St. Pauli kommt in der Tabelle der 2. Liga nicht vom Fleck. Gegen den seit nunmehr sieben Spielen ungeschlagenen 1. FC Heidenheim boten sich den Hamburgern vor allem vor der Pause gute Möglichkeiten, die zum Teil aber kläglich vergeben wurden. Der FCH hatte Glück, dass Geipl für sein hartes Einsteigen gegen Saliakas nur Gelb sah. Nach dem Wechsel traf Beck für die Gäste die Latte. Die letzte Chance vergab Matanovic, dessen Schuss Theuerkauf in der Nachspielzeit aber von der Linie kratzte.

Appelkamp überragt bei Düsseldorfs Sieg

Fortuna Düsseldorf bleibt dank eines 4:1-Erfolgs gegen Arminia Bielefeld an den Aufstiegsrängen dran. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune präsentierte sich am Samstag äußerst spielfreudig, überragender Mann war Appelkamp, der zwei Tore erzielte (21. und 66. Minute) und das von Tanaka (47.) vorbereitete. Hack (34.) erzielte per Foulelfmeter den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich der Gäste. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Oberdorf (76.) per Kopf. Während Düsseldorf zumindest vorübergehend mit 17 Punkten auf Tabellenplatz vier kletterte, rutschten die Bielefelder auf Relegationsplatz 16 ab.

Remis im Ostsee-Duell

Holstein Kiel verspielte im Ostsee-Duell gegen Hansa Rostock spät einen sicher geglaubten Sieg. Reese (28.) brachte die Störche durch einen verwandelten Handelfmeter in Führung, doch Hinterseer glich in der 88. Minute für die Rostocker aus. Hansa-Keeper Kolke parierte obendrein unzählige Male gegen die KSV-Offensive. Nach dem 1:1 ist Kiel auch im vierten Spiel in Serie sieglos. Rostock sicherte sich nach drei sieglosen Spielen den ersten Teilerfolg in der Fremde.

Tristesse im Fürther Kärwa-Spiel

Zum Auftakt der traditionellen Michaelis-Kirchweih kam die SpVgg Greuther Fürth nicht über ein tristes Remis gegen den SV Sandhausen hinaus. Der SVS verwaltete eine frühe Führung durch Esswein (12.), während das Kleeblatt nur selten Druck entwickelte. In einer chancenarmen Partie egalisierte Green (48.) wenigstens bald nach Wiederanpfiff, aber Budenzauber sieht anders aus. In der Schlussphase sah Sandhausens Trybull wegen einer Spielverzögerung noch die Gelb-Rote Karte. Es war das siebte Spiel nacheinander, in dem der SVS keinen Dreier einfahren konnte. Im unteren Tabellendrittel steht der SVS mit neun Zählern weiterhin einen Punkt vor den Fürthern.

Solo, Abschluss, Dreier im Sack: HSV feiert Königsdörffer

Ransford-Yeboah Königsdörffer und Anssi Suhonen jubeln lautstark.

Solo ins Glück: Matchwinner Ransford-Yeboah Königsdörffer (hier mit Anssi Suhonen) hebt ab. Getty Images

Als Hannovers Muroya am Freitagabend schon in der 4. Spielminute zum 1:0 getroffen hatte, konnte man beim HSV für den Moment von einem Fehlstart nach der jüngsten Länderspielpause sprechen. Doch ein folgendes und sehr, sehr unglückiches Eigentor von 96-Abwehrmann Börner brachte den Aufstiegsfavorit zurück in die Spur (15.).

In der Folge gab es viele Abtastphasen zwischen den beiden Top-Mannschaften des deutschen Unterhauses - mit einem Unterschied: Als die Niedersachsen in der 90. Minute bei einer eigenen Ecke mit Nachdruck noch das 2:1 forcieren wollten, konterte der HSV durch Joker Königsdörffer. Und der im Sommer aus Dresden gekommene Stürmer erwischte die nicht mehr zupackende 96-Defensive auf dem falschen Fuß, der schnelle Offensivmann ließ einige Gegner stehen und schob schlussendlich zum umjubelten 2:1 ein. Mit diesem Last-Minute-Sieg beim Verfolger untermauerten die Norddeutschen zugleich Platz 1 und die eigenen Ansprüche, im fünften Jahr endlich aufzusteigen.

Elfmeter als Schlüssel: Darmstadt schlägt Paderborn

Parallel zum Hamburger Spiel duellierten sich in Paderborn der heimische SCP und der SV Darmstadt 98 - also zwei offensivstarke HSV-Verfolger unter sich. Und auch hier ging es direkt furios los: Leipertz traf gleich nach vier Minuten zum 1:0 der Ostwestfalen. Und nur kurze Zeit später ergab sich für Mitspieler Pieringer die große Chance zum 2:0, der Stürmer scheiterte allerdings via Elfmeter - genauso wie Justvan beim direkt folgenden Nachschuss aus kurzer Distanz (7.). Das sollte zugleich auch der Knackpunkt an diesem Abend sein ...

Denn in der Folge fingen sich die Darmstädter mehr und mehr, das zügig einkehrende 1:1 durch Manu half dabei natürich (10.). Jannik Müller besorgte mit einem sehenswerten Kopfball noch vor der Pause das gefeierte 2:1 (24.), bei dem es letztlich bleiben sollte - auch weil Müller in höchster Not vor Pieringer retten konnte (48.), Pieringer vergab (51.), Justvan verzog (59.) und Bader beim möglichen vorentscheidenden 3:1 (67.) genauso wie Manu kurz darauf (73.) nur den Pfosten traf. SVD-Keeper Schuhen war zudem noch gegen Ofori zur Stelle, insgesamt kam von den Paderbornern in der Schlussphase aber zu wenig.

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