Relegation

Felix Magaths Ärger: "Das hätte so nicht sein sollen"

Hertha-Coach will das Glück herausfordern

Magaths Ärger: "Das hätte so nicht sein sollen"

Konnte nach dem Relegations-Hinspiel nicht wirklich zufrieden sein: Hertha-Trainer Felix Magath.

Konnte nach dem Relegations-Hinspiel nicht wirklich zufrieden sein: Hertha-Trainer Felix Magath. IMAGO/Matthias Koch

Die Dinge positiv zu sehen, war alles, was Niklas Stark nach dem Abpfiff seines letzten Heimspiels im Hertha-Trikot primär tun wollte. Der Defensivspezialist war bei "Sky" nach dem 0:1 seiner Hertha im Relegations-Hinspiel gegen den Hamburger SV konsterniert. Angesichts der Leistung des Bundesligisten war dies wenig verwunderlich.

Die Berliner hatten kaum zu ihrem Spiel gefunden, "sonst würde es nicht 0:1 stehen hier zu Hause", hielt Stark fest. Dass die Mannschaft insgesamt in so gut wie allen Belangen unterlegen war, interessierte ihn derweil nicht. "Über Statistiken oder Ähnliches zu reden, wäre der falsche Ansatz."

Ascacibars Fehlen schmerzt

Bundesliga-Relegation

Trainer Felix Magath, der Stark nur aufgrund der Gelbsperre von Santiago Ascacibar in die Startelf beordert hatte, sprach stattdessen davon, dass das Fehlen seines Sechsers entscheidend gewesen sei. Der 68-Jährige wollte aufgrund der drei vergebenen Matchbälle zum Ende der Bundesliga-Saison nicht von einem "Rucksack" sprechen.

"Wir hatten ein Problem, weil wir mit 'Santi' einen sehr zweikampfstarken Spieler nicht mit von der Partie hatten. Und Stark ist noch nicht ganz fit nach Krankheit - wir haben es nicht geschafft, dagegenzuhalten und in der ersten Halbzeit viel weniger Zweikämpfe gewonnen als der HSV. Und das in einem Heimspiel, das hätte so eigentlich nicht sein sollen."

Insgesamt sei Hertha BSC durchaus "wie ein Bundesligist aufgetreten, aber der HSV auch. Sie sind mit dem Rückenwind von vier Siegen in Serie ins Spiel gegangen und haben das Spiel offen gestaltet. Eigentlich wäre es auch ein Unentschieden-Spiel gewesen, wenn nicht einem Spieler der Ball abrutscht … am Ende klingelt's so."

Es hätte aus meiner Sicht 0:0 ausgehen müssen, viele Torchancen gab es auf beiden Seiten nicht.

Felix Magath

Angespielt hatte Magath dabei auf das Traumtor von Ludovit Reis, der selbst zugab, eigentlich zur Flanke angesetzt zu haben. Der Ball landete mit Hilfe des Innenpfostens per Bogenlampe aber sehenswert im Netz. Gegen Mannschaften wie den HSV, immerhin die beste Zweitliga-Abwehr der abgelaufenen Saison (35 Gegentore), sei es ohnehin klar gewesen, nicht zu vielen Torchancen zu kommen, so Magath.

"Es hätte aus meiner Sicht 0:0 ausgehen müssen, viele Torchancen gab es auf beiden Seiten nicht", wiederholte Magath. Fehlenden Mut sah er nicht. Bei "Sat.1" schloss er: "Es sind ja nicht nur 90 Minuten, sondern zweimal 90 Minuten. Heute war der HSV der Glücklichere, aber warum sollen wir nicht auch mal der Glücklichere sein?"

mje