Bundesliga

Magath über Favres Abgang: "Nicht sauber"

Stimmen zum Rücktritt des Gladbacher Trainers

Magath über Favres Abgang: "Nicht sauber"

Lucien Favre

Machte seinen Rücktritt in Gladbach eigenmächtig öffentlich: Trainer Lucien Favre. imago

Rolf Königs (Präsident Borussia Mönchengladbach): "Wir haben gehofft, dass wir ihn auch dieses Mal überzeugen können, bei uns und mit uns weiterzumachen. Mit seinem öffentlich gemachten Rücktritt hat er nun Fakten geschaffen, die uns bis ins Mark treffen. Wir haben mit Lucien Favre viereinhalb überaus erfolgreiche sportliche Jahre hinter uns und sind sehr traurig, dass dieser gemeinsame Weg nun offenbar zu Ende ist."

Rainer Bonhof (Vizepräsident Borussia Mönchengladbach, zum SID): "Wir sind vollkommen vor den Kopf gestoßen. Wir haben den ganzen Tag miteinander geredet. Wir haben seinen Rücktritt abgelehnt, weil wir der Meinung waren, dass wir es zusammen schaffen werden. Er ist dann aber selbst nach vorne gegangen."

Max Eberl (Manager Borussia Mönchengladbach): "Wir sind nach wie vor total davon überzeugt, dass Lucien der perfekte Trainer für Borussia ist und wir gemeinsam mit ihm die aktuelle, sehr schwierige sportliche Situation überstehen werden."

"Das wundert mich schon, nach dem fünften Spieltag schon zu sagen, ich kann da nichts mehr bewegen.

Klaus Allofs

Klaus Allofs (Geschäftsführer Sport des VfL Wolfsburg bei "Sky"): "Das wundert mich schon, jetzt, nach dem fünften Spieltag, schon zu sagen, ich kann da nichts mehr bewegen. Aber da kam natürlich einige Dinge zusammen, die die Stimmung gekillt haben."

Stefan Reuter (Geschäftsführer des FC Augsburg, dem nächsten Gladbacher Gegner): "Das ist natürlich überraschend, denn das war schon eine Erfolgsgeschichte insgesamt. Wir machen uns aber keine Gedanken zu Gladbach, sondern schauen nur auf uns selbst."

Felix Magath (Ex-Meister-Trainer in seiner "tz"-Kolumne): "Was in meinen Augen überhaupt nicht sauber war, ist die Art und Weise seines Abgangs. Der Weg, seinen Rücktritt ohne Rücksprache mit dem Verein zu verkünden, war falsch."

Marcell Jansen (Ex-Nationalspieler bei "Sky"): "Gladbach war zuletzt nicht in der Lage, Torchancen zu kreieren. Was unter Favre entstanden ist, ist sensationell. Trotzdem musste etwas passieren. Die anderen Mannschaften da unten leben. Wenn dieser Ablauf von Gladbacher Seite so stimmt, kann das nicht sein. Da darf man nicht einfach so seine eigene Pressemitteilung rausgeben. Man muss so kommunizieren, dass der Verein eine Chance hat, zu reagieren."

sid/kon