Bundesliga

Luthe verzichtet nur ungern auf "Turm" Friedrich

Union Berlins Torwart muss nun ohne den Retter auskommen

Luthe verzichtet nur ungern auf "Turm" Friedrich

Verzichtet ungern auf das Unioner Vorbild Marvin Friedrich: Torwart Andreas Luthe.

Verzichtet ungern auf das Unioner Vorbild Marvin Friedrich: Torwart Andreas Luthe. imago images/Sven Simon

Andreas Luthe war am Mittwoch gesprächsbereit. Der Torhüter des 1. FC Union Berlin stellte sich für eine digitale Medienrunde zur Verfügung. Zu Beginn ging es aber weniger um Luthe. Vielmehr stand der 24 Stunden zuvor zum Ligakonkurrenten Borussia Mönchengladbach abgewanderte Abwehrmann Marvin Friedrich im Blickpunkt.

Luthe ist als Keeper von der Demission von Vizekapitän Friedrich, den er auch schon beim FC Augsburg zeitweise als Mitspieler erlebte, unmittelbar betroffen. "Ich persönlich verzichte nur ungern auf Marvin. Er ist ein unglaublich guter Verteidiger und hat uns in den letzten Jahren auch oft gerettet", erklärte Luthe. "Ich glaube aber schon, dass wir gut genug sind, um das aufzufangen. Es gab auch Spiele, die Marvin verpasst hat, die wir vernünftig hinbekommen haben."

Spielersteckbrief Luthe
Luthe

Luthe Andreas

Spielersteckbrief Friedrich
Friedrich

Friedrich Marvin

Bundesliga - Topspieler (Abwehr) 2021/22
SC Freiburg Schlotterbeck Nico
2,53
Bayern München Süle Niklas
2,88
Bayern München Davies Alphonso
2,94

Er ist ein unglaublich guter Verteidiger und hat uns in den letzten Jahren auch oft gerettet.

Andreas Luthe

Friedrich, ein Sinnbild für Unions Werte

Luthe sagte aber auch, dass Vizekapitän Friedrich schon beispielhaft für die Eisernen stand - zum einen für die Vorgehensweise auf dem Platz. Friedrich gebe keinen Ball verloren. Das mache Union aus. Darüber könne die Mannschaft viel in der Bundesliga kompensieren. Marvin Friedrich sei über Jahre ein Turm hinten drin gewesen, der Gold wert gewesen sei, so Luthe. Zum anderen habe Friedrich die ganze Entwicklung des Vereins seit dem Aufstieg 2019 mitgemacht.

Die muss nun ohne Friedrich weitergehen. Am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) soll auch die TSG Hoffenheim die Heimstärke von Union zu spüren bekommen. "Die Gegner kommen sehr ungern zu uns. Das sollte auch das Ziel sein, am Samstag dafür zu sorgen, dass es bei uns unangenehm bleibt", meinte Luthe. "Wir müssen schon ab der ersten Minute aggressiv und kompakt dagegen arbeiten. Wenn man das tut, hat man über die Spielzeit gesehen immer eine Chance."

Zuversicht gibt Luthe die Tatsache, dass die Mannschaft in der letzten Partie bei Bayer Leverkusen (2:2) selbst nach einer schwachen ersten Hälfte dicht vor einem Sieg stand.

Behrens nach Vaterfreuden wieder auf dem Platz - Becker trainiert wieder

In personeller Hinsicht gab es für den Offensivbereich trotz der Abwesenheit von Afrika-Cup-Teilnehmer Taiwo Awoniyi, der am Dienstag mit Nigeria im ersten Gruppenspiel gegen Ägypten einen 1:0-Erfolg gefeiert hatte, positive Nachrichten. Kevin Behrens wurde in der Nacht zum Dienstag zum dritten Mal Vater. Er trainierte am heutigen Mittwoch wieder mit. Zumindest mit dem Aufbautraining konnte Sheraldo Becker beginnen. Der Niederländer war zuletzt an Corona erkrankt. 

Matthias Koch

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