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Luis Suarez: "Schlimmer, als wenn ich ein Hooligan wäre"

Barcelonas Angreifer im kicker-Interview

Luis Suarez: "Schlimmer, als wenn ich ein Hooligan wäre"

"Ich wollte zu Beginn meiner Zeit nicht als Egoist dastehen": Luis Suarez über seine anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten beim FC Barcelona.

"Ich wollte zu Beginn meiner Zeit nicht als Egoist dastehen": Luis Suarez über seine anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten beim FC Barcelona. Getty Images

Suarez' Siegtreffer zum 2:1 gegen Real Madrid bescherte dem FC Barcelona eine Vier-Punkte-Führung in der Tabelle, doch für eine Vorentscheidung im Titelrennen hält er den Erfolg im Clasico nicht, wie Suarez im exklusiven Interview mit dem kicker betont. "Die Saison ist noch lang. Selbst wenn wir jetzt einen wichtigen Vorteil haben, dürfen wir nicht relaxen." Die Spiele in der Champions League würden Kraft kosten, weshalb Suarez warnt: "Wir müssen aufpassen." Acht Tore und neun Vorlagen in 19 Ligaspielen können sich sehen lassen, nach einem holprigen Start mit dem ersten Treffer im achten Ligaspiel fühlt sich Suarez "jetzt wohler" bei Barça.

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Spielersteckbrief Suarez
Suarez

Suarez Luis

FC Barcelona - Vereinsdaten
FC Barcelona

Gründungsdatum

29.11.1899

Vereinsfarben

Blau-Rot

Uruguay - Vereinsdaten
Uruguay

Gründungsdatum

01.01.1900

Die Umstellung auf das Spiel der Katalanen und das der Gegner sei nicht leicht gewesen, so der Angreifer. "Gegen Barça stellen sich die Teams meistens hinten rein. Das war für mich gewöhnungsbedürftig. Ich habe hier weniger Platz als bisher für mein Spiel, das macht es für mich schwieriger als in Liverpool. Barças Spielstil war für mich eine völlig neue Welt." Suarez gibt zu, dass es "ein richtig schwieriger Start" war: "Ich wollte zu Beginn meiner Zeit nicht als Egoist dastehen. Also habe ich im Zweifel lieber gepasst als geschossen. Erst mit der Zeit habe ich mich getraut, selbst den Abschluss zu suchen."

Ich wollte zu Beginn meiner Zeit nicht als Egoist dastehen. Erst mit der Zeit habe ich mich getraut, selbst den Abschluss zu suchen.

Luis Suarez

Die Anfänge bei seinem neuen Verein waren "schon kompliziert", was natürlich auch an der monatelangen Sperre samt anfänglichem Trainingsverbot nach seiner Beißattacke bei der WM lag. "Eine Sperre ist eine Sache. Aber nicht mal trainieren zu dürfen, wie am Anfang, das ist eine Behandlung, schlimmer als wenn ich ein Hooligan wäre."

Mit dem langen Spielverbot hat sich Suarez immer noch nicht abgefunden. Nach dem Bann für neun Pflicht-Länderspiele wird der Uruguayer die Copa America im Sommer verpassen. "Viel zu viel, ich bin zum Zuschauen verdammt", klagt der 28-Jährige. "Die FIFA hat mich doch schon auf Klubebene gesperrt, warum auch noch in der Nationalelf? Das eine oder das andere wäre okay gewesen, aber nicht beides."

In der Donnerstagsausgabe des kicker lesen Sie außerdem, was Suarez über Lionel Messi sagt, warum er eine Pass-Vorgabe auf den Argentinier eine "verrückte Vorstellung" nennt und was ihn mit der Stadt Barcelona verbindet.

atr

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