WM

Luis Enrique: "Wir sind Erster in der Todesgruppe"

Spaniens Nationaltrainer peilt Sieg gegen Japan an

Luis Enrique: "Wir sind Erster in der Todesgruppe"

Luis Enrique will mit Spanien Rang eins der "deutschen" Gruppe E.

Luis Enrique will mit Spanien Rang eins der "deutschen" Gruppe E. Getty Images

Aus Katar berichtet Jörg Wolfrum

Luis Enrique ließ keinen Zweifel aufkommen mit Blick auf den Abschluss der Gruppenphase am Donnerstag gegen Japan: "Wir werden auf Sieg spielen, werden nicht spekulieren", sagte Spaniens Nationaltrainer nach dem 1:1 gegen Deutschland im Al-Bayt-Stadion von Al-Khor. Man habe ein "großartige Chance", sich zu qualifizieren. Die hatte man auch schon am Sonntag gegen Deutschland gehabt, am Ende stand nach der Führung durch Alvaro Morata nach gut einer Stunde aber ein Remis.

Spielbericht

Seine Spieler seien daher in der Kabine zunächst auch etwas konsterniert gewesen ob des verspielten Sieges, aber "es ging gegen Deutschland, eine großartige Mannschaft". Und: "Wir sind in der Todesgruppe Erster." Das müsse sich seine Mannschaft klar machen, die zunächst losgelegt, wie sie gegen Costa Rica aufgehört hatte: Nur Minuten waren gespielt, das zog der Leipziger Dani Olmo nach einer Kombination von Gavi über Marco Asensio ab, Manuel Neuer lenkte den Ball an die Latte.

Doch schon Minuten später prüfte Serge Gnabrys Keeper Unai Simon, und das war auch ein Zeichen: Zwar agierte die Seleccion zumeist überlegen, doch unter Druck wackelte die Abwehr der Roja mehrmals bedenklich, einzig Linksverteidiger Jordi Alba hob sich aus der Viererkette ab.

Nicht nur Morata - "alle verdienen es, zu spielen"

Der Profi vom FC Barcelona gab nach gut einer Stunde den Assist zur Führung durch Einwechselspieler Alvaro Morata. Fast hätte sich die Geschichte aus dem September wiederholt, als der Stürmer von Atletico Madrid im letzten Spiel der Gruppenphase der Nations League mit seinem Siegtor gegen Portugal zum Matchwinner avancierte.

Inklusive seines Tores beim 7:0 gegen Costa Rica hat der 30-Jährige nun in drei Pflichtspielen in Folge getroffen, eine Startelf-Rolle wollte er daraus aber nicht ableiten: "Ich bin froh, hier zu sein, fühle mich wohl, wir verstehen uns alle gut", es sei "egal", ob er zunächst auf der Bank sitze oder von Beginn an spiele: "Ich bin ein Soldat Luis Enriques." Der Coach attestierte dem Angreifer eine "spektakuläre Form, er ist frisch, es läuft bei ihm". Es sei daher nicht ausgeschlossen, dass Morata demnächst auch in der Startelf stehe. "Nicht nur er, alle verdienen es, zu spielen." Und ohnehin: Ziel sind ja sieben Spiele.

Doch Luis Enrique gab auch zu: "Uns fehlte etwas die Frische, die Ruhe, die Übersicht", nach der Führung habe man sich "ins deutsche Spiel verwickeln" lassen, "auf und ab, wir waren nicht präzise genug." Doch nochmal: "Diese Gruppe hat wegen ihrer Stärke Ohhhs produziert bei der Auslosung im April und wir führen sie an. Uns reicht jetzt ein Remis, aber unser Ziel ist es, gegen Japan zu gewinnen."