2. Bundesliga

FC St. Pauli: Luhukay wehrt sich gegen Schreckensszenarien

Der FC St. Pauli steckt in der Krise

Luhukay wehrt sich gegen Schreckensszenarien

FC St. Paulis Trainer Jos Luhukay kennt keine Angst: "Wir können es selbst beeinflussen."

FC St. Paulis Trainer Jos Luhukay kennt keine Angst: "Wir können es selbst beeinflussen." imago images

Der Re-Start nach der Corona-Pause glückte den Kiez-Kickern mit einem 1:0 gegen den 1. FC Nürnberg. Fortan aber enttäuschte die Luhukay-Elf, die nur fünf Punkte Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz hat. Nur zwei Punkte und ein einziges Tor in den jüngsten vier Spielen lassen die Alarmglocken schrillen im Umfeld der Hanseaten.

Luhukay: "Wir können es selbst beeinflussen"

Luhukay jedoch wehrt sich gegen Schreckensszenarien angesichts der sportlichen Minusleistungen, verkennt aber nicht die Lage: "Wir müssen es gegen Aue selbst regeln", fordert er vor dem kommenden Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) und ist bemüht, Zuversicht zu verbreiten: "Ich habe keine Angst, sondern vollstes Vertrauen, denn wir können es selbst beeinflussen, wir sind von niemandem abhängig."

Himmelmann: "Es geht jetzt ans Eingemachte"

Eine Herangehensweise, die auch Torhüter Robin Himmelmann, beim enttäuschenden Auftritt in Bochum erneut als rühmliche Ausnahme in Top-Form, unterstreicht: "Es geht jetzt ans Eingemachte in diesen letzten Wochen der Saison."

Der Schuh drückt die Kiez-Kicker vor allem vorne. Das hat auch Luhukay erkannt. "Vor Corona", sagt der Niederländer, "waren wir in der Offensive sehr stark, jetzt müssen wir feststellen, dass unsere Offensivspieler diese Form nicht haben."

Henk Veerman etwa war im Frühjahr in Topform, seit der Zwangspause und einer Schulterverletzung ist er nicht nur torlos, sondern aktuell auch zweimal nur in der Jokerrolle zum Einsatz gekommen; Viktor Gyökeres traf zwar beim Re-Start gegen Nürnberg, ist aber ebenfalls leistungsmäßig längst nicht auf dem Level, mit dem er sich zuvor als Linksaußen unentbehrlich gemacht hatte. Und hat nicht mehr den Status des Unersetzlichen.

Auch die Zulieferer schwächeln

Gesetzt war zuletzt Dimitrios Diamantakos, den es im Sommer Richtung Split zieht, restlos überzeugt aber hat auch der Grieche nicht. Dazu kommt: Auch die Zulieferer schwächeln: Waldemar Sobota ist im Tief, Ryo Miyaichi seit dem Wiederbeginn noch ohne Scorerpunkt. "Wir sind abhängig von der Form Einzelner", sagt Luhukay, "und wir müssen hart daran arbeiten, sie wieder in diese Verfassung zu bringen." Am besten bereits gegen Aue, das sich jüngst mit dem 1:0 gegen Karlsruher aller Abstiegssorgen entledigt hat und völlig befreit aufspielen kann.

mas/sw