Relegation

Bundesliga, Relegation: Lotka fehlt Hertha auch in Hamburg

Christensen bleibt im Berliner Tor

Lotka fehlt Hertha auch in Hamburg

Die Ärzte erlauben seinen Einsatz nicht: Hertha-Torwart Marcel Lotka ist zum Zuschauen verdammt.

Die Ärzte erlauben seinen Einsatz nicht: Hertha-Torwart Marcel Lotka ist zum Zuschauen verdammt. IMAGO/Sven Simon

Lotka hatte am vergangenen Samstag beim Bundesliga-Spiel in Dortmund (1:2) einen Nasenbeinbruch und eine leichte Gehirnerschütterung erlitten, als er nach einer Rettungsaktion gegen eine immer länger werdende Flanke von Dan-Axel Zagadou mit dem Gesicht gegen den Pfosten geprallt war.

Im Relegationshinspiel am Donnerstag gegen den HSV (0:1) hatte ihn Oliver Christensen vertreten. Das wird der Däne dem Vernehmen nach auch am Montag beim Rückspiel tun, Lotka hat noch immer Sportverbot von den Ärzten. Dabei spielt dem Vernehmen nach weniger der Nasenbeinbruch eine Rolle, sondern die Gehirnerschütterung samt ihrer Folgen. Berlins etatmäßige Nummer 1, Alexander Schwolow, ist nach seiner Anfang April erlittenen Sehnenverletzung im Oberschenkel wieder im Aufbautraining, aber noch nicht spielfähig.

"Ich weiß nicht, ob ich vielleicht etwas zu weit vorn stand"

Der Däne Christensen, im vergangenen Sommer aus Odense gekommen, hatte im Hinspiel gegen den HSV (0:1) nach zuvor fünf Regionalliga-Einsätzen für die U 23 sein Pflichtspieldebüt für Herthas Profis absolviert. Sonderlich auszeichnen konnte er sich in dem chancenarmen Spiel nicht, gefiel aber mit offensivem Torwartspiel und präzisen Zuspielen mit dem Fuß.

Oliver Christensen

Darf sich erneut in der Relegation zeigen - und zwar im alles entscheidenden Rückspiel: Oliver Christensen. IMAGO/Eibner

Beim Gegentor, einer abgerutschten Flanke von Ludovit Reis, die über Christensen hinweg segelte, gegen den Pfosten prallte und von dort ins Tor ging, sah der Keeper unglücklich aus, konnte aber nicht viel ausrichten. Hertha-Coach Felix Magath hatte den 23-Jährigen im Anschluss in Schutz genommen ("Der Torwart hat keinen Fehler gemacht, an ihm lag's nicht"), während Christensen selbstkritisch anmerkte: "Die Situation, die zum Gegentreffer geführt hat, war schwierig. Ich weiß nicht, ob ich vielleicht etwas zu weit vorn stand."

Nach relativ wenig Spielpraxis im Verlauf der Saison steht der Däne nun am Montagabend zum zweiten Mal auf der großen Bühne im Blickpunkt - in Hamburg, wo der Schlussmann im Sommer 2021 fast gelandet wäre. Die damaligen Verhandlungen mit dem HSV scheiterten auch wegen der Ablöseforderungen von Odense BK, stattdessen verpflichteten die Norddeutschen den Schweden Marko Johansson (Malmö FF). Christensen ging für drei Millionen Euro nach Berlin - und ist am Montag gegen den HSV erneut gefordert.

Steffen Rohr