Amateure

Lonzen plant für die 5. Liga

NOFV-Süd: Nur Feierabendfußball in Leipzig

Lonzen plant für die 5. Liga

Lippmann, Köckeritz

Nach der Niederlage gegen Halle bleibt den Spielern von Sachsen Leipzig, hier Lippmann (stehend) und Köckeritz, wohl nur die 5. Liga. imago

Zwölf Punkte Rückstand auf den vierten Platz, der zumindest zu den Relegationsspie­len mit dem Vierten der Nordstaffel berechtigen würde, lassen selbst die kühnsten Optimisten nicht mehr daran glauben. So auch Klub-Präsident Winfried Lonzen: "Das war’s, wir haben unser sportliches Ziel nicht erreicht, pla­nen ab sofort für die fünfte Liga." Dass der Klub eine unglaubliche Sie­gesserie startet oder von Problemen anderer Vereine bei der Viertliga­Lizenzierung profitieren könnte, glaubt Lonzen nicht. "Wir müssen jetzt die Konsequenzen tragen, der Realität ins Auge blicken."

Fünfte Liga also. Mittelschwere Katastro­phe für die Wiege des Deutschen Fußball-Bundes, Stätte des ersten Deutschen Meisters. Kein kleiner Nebenkriegsschauplatz: Jetzt droht eine Wiederkehr des Hassduells FC Sachsen und Lok Leipzig. Wobei das Überleben des FCS bis dahin nicht als gesichert gilt. Den Klub drücken immense Schulden (über eine Mil­lion Euro), einzig die schützende Hand von Hauptsponsor Michael Kölmel verhindert den Gang zum Insolvenzgericht.

Klar ist derzeit: Die Verträge mit Routiniers wie Catalin Racanel, Karsten Oswald und Marcel Roz­gonyi werden mangels Masse nicht verlängert. Aus der Not geborenes neues Motto beim FC Sachsen Leipzig: Mit ehrlichem Feiera­bendfußball zurück in die Erfolgs­spur. Und dies kann bekanntlich dauern...

Guido Schäfer