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LoL: Fehler des Spiels und technische Probleme ruinierten Sieg

In der japanischen LoL-Liga

LoL: Fehler des Spiels und technische Probleme ruinierten Sieg

Ein Spielfehler wendete das Blatt.

Ein Spielfehler wendete das Blatt. kicker eSport

In der League of Legends Japan League (LJL) spielten Detonation FocusMe (DFM) und Sengoku Gaming gegeneinander. Nach 15 Minuten sah alles danach aus, dass DFM den Sieg davontragen könnte: 9:1 Kills und einen Vorsprung von 8000 Gold.

Das Blatt sollte aber nicht aufgrund einer Leistungssteigerung des Gegners wenden, sondern durch einen Spielfehler. Bei dem handelte es sich um einen kürzlich aufgetretenen Bug, der es einem Champion erlaubte, sich sofort wiederzubeleben. Dadurch tauchte Sengokus Jang 'Once' Se-young  mit seinem Champ Poppy direkt nach seinem Tod wieder auf.

Um das Problem zu lösen, wurde ein sogenannter Chronobreak eingeleitet. Der unterbricht das Spiel, beide Teams können an genau der letzten Stelle das Match wieder aufnehmen. Doch die Praxis sollte sich von der Theorie unterscheiden. Technische Probleme machten der Chronobreak einen Strich durch die Rechnung.

"Das schlimmste Spiel für Zuschauer als auch die Spieler"

Zwei Stunden vergingen bis eine Entscheidung getroffen wurde - das Spiel musste wiederholt werden. Mit bitterem Ausgang für DFM, denn sie verloren gegen Sengoku Gaming. DFMs Midlaner, Chan-ju 'Yaharong' Lee äußerte sich danach in einem langen Statement auf Twitter.

"Das heutige Match ist zwar nur ein Match von vielen im Split, aber ich dachte: 'Was wäre, wenn das im entscheidenden Spiel 5 des Worlds-Finales passieren würde?'", eröffnete er: Ich möchte Riot Games und die LJL fragen. Wird LoL Esports so überleben? Nach dem In-Game-Bug wurde ein Chronobreak eingeleitet, aber da der Chronobreak den Spielverlauf komplett veränderte, wurde ein Rematch angesetzt."

Über das Ereignis fällt er ein vernichtendes Urteil: "Vom Fehler im Spiel selbst über den Chronobreak-Fehler und die Entscheidung über das Rückspiel bis hin zum unsachgemäßen Management des Rückspiels und der zweistündigen Verzögerung des Spiels war es das schlimmste Spiel sowohl für die Zuschauer daheim als auch für die Spieler."

Sven Grunwald