Regionalliga

Lok Leipzig und früherer Meister VfB Leipzig vor Fusion

"Lückenschluss unserer Vereinshistorie"

Lok Leipzig und VfB Leipizig vor Fusion

Grund zum Jubeln: die Fans des 1. FC Lokomotive Leipzig.

Grund zum Jubeln: die Fans des 1. FC Lokomotive Leipzig. imago images/Picture Point LE

Auf der Holztribüne im Bruno-Plache-Stadion werden die Mitglieder des VfB und des 1. FC Lok bei einer außerordentlichen Versammlung am 7. Oktober über die Fusion abstimmen. "Was sowieso immer schon eins war, bekommt nun auch rechtliche Verbindlichkeit", kündigte die Loksche in einer Mitteilung vom Freitag an und sprach dabei vom "Lückenschluss unserer Vereinshistorie". 

Das Gründungsjahr von Lok Leipzig wird im Zuge dessen auf das Jahr 1893 verschoben, im November wird der Verein somit seinen 128. Geburtstag feiern. Sichtbar soll die Fusion auch auf dem FCL-Trikot werden: Ein Meisterstern soll auf die Brust wandern.

1903 war der VfB Leipzig erster Deutscher Fußballmeister geworden, zwei weitere Meistertitel und ein DFB-Pokalsieg folgten. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte der VfB in Probstheida weiter, ab 1966 als 1. FC Lok. Nach der Wiedervereinigung firmierte der Verein erneut als VfB Leipzig, stieg 1993 in die Bundesliga auf und spielte später bis 1998 in der 2. Liga. Doch dann ging es bergab, es folgte ein Absturz bis zur Insolvenz.

Ende 2003 ließ eine Hand voll Fans den 1. FC Lokomotive Leipzig wieder auferstehen. Im Eiltempo kehrte der Verein zurück in die Oberliga, später in die Regionalliga. Nun werden also der von Fans neugegründete 1. FC Lok und der VfB Leipzig verschmelzen.


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