Nationalelf

Löw über die "neuen" Spanier: "Mannschaft ist hoch einzuschätzen"

Iberer haben eine Stiländerung vorgenommen

Löw über die "neuen" Spanier: "Mannschaft ist hoch einzuschätzen"

Zuletzt gab's im März 2018 ein 1:1 gegen Spanien, der letzte deutsche Sieg datiert aus dem Jahr 1988

Zuletzt gab's im März 2018 ein 1:1 gegen Spanien, der letzte deutsche Pflichtspielsieg datiert aus dem Jahr 1988. Getty Images

"Natürlich", so Löw auf der Pressekonferenz am Mittwoch zur Partie am Donnerstagabend in Stuttgart gegen Spanien (20.45 Uhr, LIVE! auf kicker), sei "Konstanz auf einer solchen Position immer von Vorteil." Dennoch sieht er die Spanier nicht im Nachteil, obwohl die Iberer seit dem Abgang von Vicente del Bosque im Jahr 2016 mit Julen Lopetegui, Fernando Hierro, Luis Enrique, Robert Moreno und seit November 2019 erneut Luis Enrique fünf verschiedene Nationaltrainer hatten. "In Spanien gibt es eine übergeordnete Identität von Fußball", sagte Löw. "Spanien steht für einen ganz bestimmten Stil und alle Trainer, die da waren, haben diesen Stil verfolgt."

Löw sieht Stiländerung bei Spanien

Allerdings sei dieser Stil auch nicht in Stein gemeißelt. Denn das berühmt-berüchtigte "Tiki-Taka", mit dem Spanien zweimal Europameister (2008, 2012) und im Jahr 2010 Weltmeister geworden war, wurde mittlerweile modifiziert. "Sie spielen nicht mehr ganz so, als sie die Gegner mit ihren Kombinationen gnadenlos ausgespielt haben", sagte der Bundestrainer. Heutzutage "operieren sie mehr über die Außen und sind auch über Flanken gefährlich." Zudem hätten sie "gute Schützen aus der Distanz" und "ein sehr gutes Pressing".

Letzter Sieg gegen Spanien bei der Heim-EM 1988

Eine Systemumstellung, die die Spanier noch unberechenbarer macht. "Die Mannschaft ist sehr hoch einzuschätzen", warnte Löw denn auch vor dem Duell. Seit elf Pflichtspielen ist Spanien mittlerweile unbesiegt, Deutschland wartet in eben diesen gar seit 32 Jahren auf einen Erfolg gegen Spanien. Letztmals gelang bei der Heim-EM im Jahr 1988 ein Erfolg, im dritten Gruppenspiel schoss Rudi Völler die damals von Franz Beckenbauer trainierte DFB-Auswahl zu einem 2:0-Sieg. Kein einziger Spieler aus dem aktuellen deutschen Aufgebot war zum damaligen Zeitpunkt schon auf der Welt.

jer

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