Nationalelf

Löw über seine bitterste Niederlage als Bundestrainer

"Warschau auf keinen Fall"

Löw über seine bitterste Niederlage als Bundestrainer

Ein Spiel, das immer noch schmerzt: Joachim Löw bei Deutschlands EM-Aus 2016 gegen Frankreich.

Ein Spiel, das immer noch schmerzt: Joachim Löw bei Deutschlands EM-Aus 2016 gegen Frankreich. imago images

Das 0:2 gegen Südkorea 2018, das 1:2 gegen Italien im EM-Halbfinale 2012, das 0:6 gegen Spanien 2020: Joachim Löws 15-jährige Amtszeit als Bundestrainer hielt nicht nur Höhepunkte bereit. Als er am Mittwoch auf seiner letzten Pressekonferenz als Bundestrainer nach seiner bittersten Niederlage gefragt wurde, nannte er allerdings eine andere Partie.

"Die bitterste Niederlage, die ich erleben musste, war 2016 im Halbfinale gegen Frankreich, weil wir bis dahin ein sehr, sehr gutes Turnier gespielt hatten und eine Halbzeit in Marseille ein tolles Spiel gemacht haben", erinnerte Löw an das EM-Aus vor fünf Jahren, als Antoine Griezmann beim 2:0 doppelt traf. Löw ist sich sicher: "Hätten wir Frankreich geschlagen, hätten wir den EM-Titel geholt." Den schnappte sich stattdessen Portugal.

Das Spiel gegen Italien vier Jahre zuvor, das bis heute landläufig als "vercoacht" gilt, sieht Löw dagegen rückblickend überraschend positiv. "Warschau auf keinen Fall", betonte er, als es um seine schmerzhaftesten Momente ging. "Genau diese Niederlage 2012 gegen Italien hat uns das gegeben, was wir für den größten Erfolg gebraucht haben (den WM-Titel, 2014, Anm. d. Red.). Genau diese Niederlage hat uns noch mal richtig zusammengeschweißt. Wir haben uns eingeschworen - Basti Schweinsteiger, Philipp Lahm, Sami Khedira, Miroslav Klose. Wir haben alle aus diesen Fehlern gelernt, die wir 2012 gemacht haben."

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jpe