Nationalelf

Sané statt Goretzka: Löw erklärt Startelf gegen Ungarn

"Unsere Mannschaft ist nicht mehr so ruhig"

Löw erklärt Vorzug für Sané

Musste seine Startelf gegen Ungarn erstmals umbauen: Joachim Löw.

Musste seine Startelf gegen Ungarn erstmals umbauen: Joachim Löw. imago images

Weil Thomas Müller mit seinen Knieproblemen gegen Ungarn bestenfalls als Joker infrage kommt, musste Joachim Löw seine Startelf bei der EM erstmals umbauen. Doch anders als viele erwartet hatten, ersetzte er Müller nicht mit dem fitten Leon Goretzka, sondern mit Leroy Sané.

"Ich glaube, dass der Leroy auf diese Chance brennt", erklärte Löw eine knappe Stunde vor dem Anstoß am ZDF-Mikrofon. "Er hat jetzt einen guten Trainingsrhythmus gehabt", nachdem er zuvor "sicherlich ein bisschen enttäuscht" gewesen sei. "Er hat alle Möglichkeiten, alle Qualitäten. Wenn der die abruft, ist er weltklasse."

Goretzka soll nach nur "einem Einsatz in mehreren Wochen vielleicht heute im Laufe des Spiels den nächsten Schritt" machen, so Löw. "Und dann habe ich das Gefühl, dass er bereit ist."

Löw erwartet ein anderes Spiel - "Das wird nicht immer gelingen"

Gegen Ungarn erwartet der Bundestrainer ein anderes Spiel als beim mitreißenden 4:2-Sieg gegen Portugal. Sané, Kai Havertz und Serge Gnabry müssten im Zentrum für "viel Bewegung und viel Wirbel" sorgen. "Über die Außen müssen wir genauso aktiv sein wie gegen Portugal. Das wird nicht immer so gelingen, ich denke, dass eher die Halbpositionen heute das Spiel entscheiden können."

Dass Müller auch als "Sprachrohr" auf dem Platz fehlt, bereitet Löw offenbar keine Sorgen. "Unsere Mannschaft ist nicht mehr so ruhig, wie sie ausschaut", lächelte er und nannte Mats Hummels, Antonio Rüdiger, Toni Kroos und auch Ilkay Gündogan, der zwar "ein bisschen leiser" sei, aber "auch manchmal konkrete Anweisungen" gebe. Diese Spieler würden in Müllers Abwesenheit "für die Organisation sorgen".

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jpe

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