Nationalelf

Joachim Löw bangt vor Spiel gegen Rumänien um Leon Goretzka

Süle ist nicht mit in Rumänien und bereits der fünfte Ausfall

Löw bangt um Goretzka

Reicht die Zeit? Noch ist nicht sicher, ob Joachim Löw mit Leon Goretzka planen kann.

Reicht die Zeit? Noch ist nicht sicher, ob Joachim Löw mit Leon Goretzka planen kann. imago images

Der Kreis von Joachim Löw wird allmählich kleiner. Nach der Abreise von Toni Kroos Mitte der Woche, der Quarantäne von Jonas Hofmann und Marcel Halstenberg trat auch Niklas Süle die Reise nach Bukarest nicht mit an. Der Münchner Verteidiger hatte bereits beim erfolgreichen Auftakt in der WM-Qualifikation gegen Island (3:0) wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel gefehlt, vor der zweiten Partie am Sonntag in Rumänien (LIVE! ab 20.45 Uhr bei kicker) erklärt der Bundestrainer: "Das Risiko einer größeren Muskelverletzung ist gegeben." Da auch Robin Gosens passen muss, ist sein Aufgebot bereits um fünf Spieler geschrumpft. Und es könnte mindestens ein weiterer Ausfall folgen: Leon Goretzka.

Spielersteckbrief Süle
Süle

Süle Niklas

Spielersteckbrief Goretzka
Goretzka

Goretzka Leon

Der Schütze des ersten Treffers gegen die Isländer hat Wadenprobleme aus dem Donnerstag davongetragen, sein Bayern-Teamkollege Leroy Sané Schmerzen oberhalb des Knies. Goretzka hat das Abschlusstraining am Samstag deshalb nur in Teilen absolviert, Löw wird die endgültige Entscheidung über einen Einsatz seines Mittelfeldmannes "erst am Sonntag treffen". Und verrät immerhin: "Bei Sané sieht es besser aus." Planspiele, wie er Goretzka im Mittelfeld ersetzen könnte, hat er längst entworfen. Den Gladbacher Florian Neuhaus bezeichnet Löw "als erste Option", nennt aber auch Youngster Jamal Musiala oder Serge Gnabry. "Es besteht auch die Möglichkeit, Serge zurückzuziehen, dann würde Timo Werner vorn spielen. In erster Linie aber hoffe ich, dass Leon auflaufen kann."

Löw warnt vor stürmischen Rumänen

Völlig losgelöst von den Personalproblemen erwartet er am Sonntag ein völlig anderes Spiel als zum Auftakt. "Rumänien hat ganz andere Stärken als Island, agiert viel, viel offensiver, hat in den zurückliegenden vier Partien zwölf Tore erzielt." Es gilt in Bukarest also nicht in erster Linie, einen Abwehrriegel zu knacken, sondern selbst Stabilität zu erzeugen. "Wir werden in der Defensive sicher vor ganz andere Herausforderungen gestellt."

Dass der Rückenwind durch den Donnerstag hilfreich sein kann, verhehlt der scheidende Coach nicht, stimmt aber auch kein durchgängiges Loblied auf den Vortrag in Duisburg an. "Ich bin nicht so voll des Lobes. Es waren gute Ansatzpunkte und wir haben in der Kürze der Zeit Dinge gut umgesetzt. Aber wir können gerade in der zweiten Halbzeit im Detail noch einiges besser machen, müssen uns noch stabilisieren und verbessern." Diese Anforderung stellt er auch an sein arg reduziertes Personal.

Sebastian Wolff