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Auftakt in der Frauen-Bundesliga: Löst Bayern Wolfsburg ab?

Auftakt nach der Winterpause: Die Lage in der Frauen-Bundesliga

Löst Bayern Wolfsburg ab? - Sand und Duisburg müssen zittern

Die Münchnerinnen um Sydney Lohmann (l.) haben im Titelrennen die Nase vorn (rechts: Lena Goeßling vom VfL).

Die Münchnerinnen um Sydney Lohmann (l.) haben im Titelrennen die Nase vorn (rechts: Lena Goeßling vom VfL). imago images

Titelrennen: Löst Bayern Serienmeister Wolfsburg ab?

Mit umgekehrten Vorzeichen geht es nach der Winterpause mit Blick auf die Meisterschaft weiter - ein Duell zwischen dem FC Bayern und dem VfL Wolfsburg, der zuletzt viermal in Folge Meister wurde. Ging seit der Saison 2017/18 jeweils Wolfsburg als Tabellenführer in die restlichen zehn Spiele - die letzten beiden Spielzeiten gar ungeschlagen -, so thront nun der FC Bayern ganz oben. Makellos. Zwölf Spiele, zwölf Siege, 40:1 Tore. "Natürlich wollen wir Wolfsburg überholen - das ist unsere Vision", hatte sich FCB-Trainer Jens Scheuer vor der Saison im kicker geäußert. Die Vision hat viel Nahrung erhalten. Die Wölfinnen müssen fünf Punkte in den verbleibenden Spielen aufholen.

Rang drei - das internationale Ticket

Die Meisterschaft ist für die TSG Hoffenheim um Stürmerin Nicole Billa, die die Torjägerliste der Liga mit 14 Treffern anführt, nicht mehr in greifbarer Nähe, elf Punkte Rückstand auf die Bayern sind wohl zu viel. Doch Platz drei, den die Kraichgauerinnen in der vergangenen Saison belegten, ist auch 2020/21 das erklärte Ziel. Zumal der Dritte erstmals ja auch zur Teilnahme an der Champions League berechtigt ist.

Doch die TSG spürt vor allem Ex-Champion Turbine Potsdam im Nacken. Drei Punkte trennen Potsdam nur von Hoffenheim, zudem haben die Turbinen noch ein Spiel in der Hinterhand. Allerdings ist der Auftakt am Freitagabend knackig: Es geht nach Wolfsburg. Und da muss Potsdam "einen Kaltstart hinlegen", wie Co-Trainer Dirk Heinrichs erklärt, Vorbereitungsspiele gab es keine. "Unser Ziel muss es trotzdem sein, mit viel Mut und Aggressivität Wolfsburg von unserem Tor fernzuhalten, um selbst einige Nadelstiche zu setzen."

Nadelstiche wollen auch noch Leverkusen (fünf Punkte Rückstand auf Platz 3) und Frankfurt (sieben Punkte) setzen. Die Eintracht, Nachfolger des siebenmaligen Meisters 1. FFC Frankfurt, wird es aber schwer haben, noch einen internationalen Platz zu ergattern.

Das schmale Mittelfeld

Freiburg und Essen dürften indes weder nach oben noch nach unten eine größere Rolle spielen.

Der Abstiegskampf: Aufstand der Neulinge

In den letzten Jahren mussten sich viele der Aufsteiger postwendend wieder der 2. Liga widmen, Köln und Jena hatten sich 2019/20 beide sogar gleich wieder aus dem deutschen Oberhaus verabschiedet. Dagegen wehren sich Werder Bremen und der SV Meppen. "Wir sind mit Sicherheit der Abstiegskandidat Nummer eins", hatte Maria Reisinger, Sportliche Leiterin beim SVM vor der Spielzeit im kicker erklärt, mit einem Sieg und drei Remis steht Meppen aber über dem Strich. Wie Bremen, das neun Zähler hat.

Unter dem Strich: Erwischt es Sand und Duisburg?

Erwischt es heuer den SC Sand, der seit 2014 fester Bestandteil der Bundesliga ist und 2016 und 2017 jeweils im DFB-Pokalfinale (zweimal an Wolfsburg gescheitert)? Schlecht steht es um das noch sieglose Schlusslicht Duisburg. "Der Rückhalt aus dem gesamten MSV fehlt", sagt Ex-Nationalspielerin Verena Schweers in der kicker-Kolumne.

nik