3. Liga

Löhmannsröben nach Derby-Pleite: "Vielleicht braucht man mal eins auf die Fresse"

Rostocks Trainer Härtel mit der Spielweise nicht unzufrieden

Löhmannsröben nach Derby-Pleite: "Vielleicht braucht man mal eins auf die Fresse"

Vielleicht kann Hansa die Derby-Niederlage sogar helfen, fand Jan Löhmannsröben.

Vielleicht kann Hansa die Derby-Niederlage sogar helfen, fand Jan Löhmannsröben. imago images

Eigentlich hatte der FC Hansa gar kein schlechtes Spiel bei der 1:3-Derby-Pleite gegen Dynamo Dresden gezeigt. Am Ende stand Rostock bereits im siebten Spiel in Folge gegen die SGD mit leeren Händen da (letzter Sieg 2011, 1:0), was Jan Löhmannsröben nach der Partie am Mikrofon von "MagentaSport" maßlos ärgerte: "Da rennst du dir hier deinen Arsch wund, hast Chancen, aber das kotzt mich halt auch ein bisschen an."

"Wahrlich kein schlechtes Spiel"

Dass Hansa lange anrennen musste, lag aber vor allem an dem schläfrigen Defensivauftritt der Anfangsphase. Gerade der zu kurze Rückpass von Damian Roßbach war ein schlimmer individueller Fehler. Für Trainer Jens Härtel gehören solche allerdings dazu: "Wir wollen von hinten rausspielen und dann muss man mit so einem Fehler leben, auch wenn er ärgerlich ist." Insgesamt fand der Coach aber, dass seine Elf "wahrlich kein schlechtes Spiel gemacht" hat gegen die "Topmannschaft" Dresden und war deshalb mit der "Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben, nicht unzufrieden".

Verpasster "Riesenschritt" tut weh

Seinen Spieler Löhmannsröben, der beim 0:2 entscheidend beteiligt war, ärgerte indes etwas anderes viel mehr: Er und sein Team haben "viele Szenen mit dem Ball gut gespielt, aber vor dem Tor immer den Gegner angeschossen und nie den Kopf hochgemacht." Den Grund hatte der 29-Jährige schnell ausgemacht: fehlende "Galligkeit", denn Möglichkeiten habe es genug gegeben. "Wir hätten heute einen Riesenschritt machen können." In der Tat wäre Hansa mit einem Sieg auf Tabellenplatz zwei gesprungen, den jetzt die Dresdner innehaben.

Lange Zeit zum Ärgern bleibt den Rostockern nicht, denn bereits am Mittwoch (19 Uhr) steht in Magdeburg das nächste Ost-Duell an. Und auch Löhmannsröben sieht dann in der ersten Niederlage nach zuletzt sieben ungeschlagenen Spielen doch noch etwas Positives: "Vielleicht braucht man mal eins auf die Fresse, um dann wieder zu gewinnen."

sts