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Lob für Reform der Frauen-Champions-League - mit Warnung an die UEFA

Frauen-Bundestrainer Hrubesch äußert sich

Lob für Reform der Frauen-Champions-League - mit Warnung an die UEFA

Blickt der Champions-League-Reform kritisch entgegen - und erkennt Argumente für beide Seiten: Frauen-Bundestrainer Horst Hrubesch.

Blickt der Champions-League-Reform kritisch entgegen - und erkennt Argumente für beide Seiten: Frauen-Bundestrainer Horst Hrubesch. IMAGO/eu-images

2024/25 bricht die UEFA in eine neue Zeitrechnung auf. Dann werden die bisherigen Formate der Champions, Europa und Conference League abgeschafft und in ein neues Gewand gekleidet.

Im Konkreten bedeutet das im Falle der Königsklasse: 36 statt der bisherigen 32 Teams werden nicht mehr in Gruppen aufgeteilt, sondern spielen alle innerhalb einer großen Tabelle. Das führt am Ende zu einer Extrarunde in der K.-o.-Phase und zu exakt 100 Spielen mehr.

Neuer CL-Modus, neuer Wettbewerb

Um das Bild komplett zu machen, visiert die UEFA nun auch fest einen neuen Anstrich der Frauen-Champions-League an. Hier wird es künftig ab 2025 ebenfalls nur eine Liga mit 18 statt der bisherigen 16 Mannschaften geben. In diesem System soll zudem nicht jeder gegen jeden spielen, sondern alle Teams je drei Heim- und Auswärtsspiele absolvieren, ehe auch hier im Szenario die K.-o.-Phase folgt.

Außerdem will die UEFA ab der Saison 2025/26 einen zweiten Frauen-Wettbewerb für europäische Klubmannschaften einführen. Dieser könnte vergleichbar mit der UEFA Europa League der Männer sein.

"Fundamentaler Meilenstein der Professionalisierung"

Und wie fällt die Kritik dazu aus? Frauen-Interimsbundestrainer Horst Hrubesch ging am Montag vor dem Nations-League-Duell seines Teams mit Wales am Dienstagabend (19.30 Uhr, LIVE! bei kicker) darauf ein - und erkannte Argumente für beide Lager: "Ich finde es auf der einen Seite gut, auf der anderen Seite muss man aufpassen, dass man nicht anfängt zu überlasten."

Ähnlich sah es Nationalspielerin Klara Bühl: "Als Spielerin hört sich das natürlich immer nach mehr Spielen an. Einerseits freut man sich, andererseits muss man auch schauen, wie man das alles hinbekommt." Für die Flügelspielerin des FC Bayern sei die Aufstockung des Europapokals vor der wichtigen Partie mit dem DFB-Team in der Olympia-Qualifikation aber "noch weit weg".

Dass zudem auch erstmals ein zweiter Wettbewerb unterhalb der Champions League eingeführt wird, ist für Hrubesch eine Innovation, die "insgesamt eine Aufwertung werden kann". Das noch namenlose Europacup-Turnier soll ausschließlich im K.-o.-Modus ausgetragen werden. Nadine Keßler, Abteilungsleiterin Frauenfußball bei der UEFA, bezeichnete die Neuerungen als "fundamentalen Meilenstein der Professionalisierung im Vereinsfußball". Der zweite Europapokal-Wettbewerb werde "weitere Anreize für Wachstum im Inland" schaffen.

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Fußball, Frauen: Nations League A Frauen, Deutschland - Dänemark, Gruppenphase, Gruppe 3, 5. Spieltag, Ostseestadion. Horst Hrubesch, Interims - Trainer der deutschen Frauennationalmannschaft, umarmt Sjoeke Nüsken.

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