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EM-Splitter: Lob für Brych - Ist Jorginho die Nummer 10?

EM-Splitter am Mittwoch

Lob für Brych - Ist Jorginho die Nummer 10? - Acerbis emotionale Botschaft

Im Blickpunkt: Felix Brych und Jorginho.

Im Blickpunkt: Felix Brych und Jorginho. imago images (2)

+++ Italiens Verbandspräsident lobt Azzurri: "Herz plus Seele plus Mut" +++

Italiens Verbandspräsident Gabriele Gravina hat die Nationalmannschaft des Landes für ihr Auftreten und die Erfolge bei dieser Europameisterschaft gewürdigt. "Das schönste Ergebnis ist es nicht, das Finale erreicht zu haben, sondern all das, was dieses Ergebnis dem Land gibt", sagte der Chef des nationalen Verbandes am Mittwoch, nachdem die Squadra Azzurra durch ein 4:2 im Elfmeterschießen gegen Spanien ins EM-Endspiel eingezogen war. Auch Nationaltrainer Roberto Mancini und seine Spieler hatten mehrfach betont, ihr Ziel bei dieser EM sei es, den Menschen in Italien nach harten Monaten in der Corona-Pandemie wieder etwas Freude zu schenken. "Diese Nationalmannschaft ist ein Symbol für die Einheit Italiens", lobte Gravina die Elf, die drei Jahre nach der verpassten WM 2018 am Sonntag im Endspiel nach dem ersten großen Titel seit 2006 greift. "Sie ist das Ergebnis einer einfachen und gleichzeitig außergewöhnlichen Gleichung: Herz plus Seele plus Mut."

+++ Italien will 1000 Fans mit nach London nehmen +++

Italiens hofft für das EM-Finale im Londoner Wembley-Stadion am Sonntag (21 Uhr, LIVE! bei kicker) auf die Unterstützung von 1000 Fans auf der Heimat. Es sei mit den britischen Behörden vereinbart worden, dass diese Zahl von Fans aus Italien für die Partie in Wembley unter strengen Corona-Schutzmaßnahmen einreisen dürfe, teilte der italienische Verband am Mittwoch mit. Interessierte Fans sollen mit Charterflügen ab Rom oder Mailand in die englische Hauptstadt gebracht werden und dürfen dort nur zwölf Stunden bleiben. Zudem müssen die italienischen Fans vor Abreise einen Corona-Test machen und bei der Rückkehr aus Großbritannien für fünf Tage in Quarantäne.

+++ Acerbis emotionale Botschaft +++

Italiens Nationalspieler Francesco Acerbi hat nach dem Halbfinal-Sieg bei der EM eine emotionale Botschaft an Spaniens Trainer Luis Enrique übermittelt. Der Verteidiger von Lazio Rom teilte am Mittwoch auf Instagram ein Foto des 51-Jährigen mit dessen Tochter, die 2019 an Krebs gestorben war. Dazu postete Acerbi ein rotes Herz. Zuvor hatte Italien die Spanier in London mit 4:2 im Elfmeterschießen besiegt und war ins EM-Finale eingezogen. Acerbi war selbst vor einigen Jahren an Krebs erkrankt, der 33-Jährige gilt als geheilt.

+++ Fast 8000 dänische Fans in Wembley +++

Die dänische Nationalmannschaft wird am Abend im Halbfinale der EM trotz der strikten Einreisebeschränkungen immerhin von 8000 Fans unterstützt, wie Verbandsdirektor Jakob Jensen dem Fernsehsender TV2 mitteilte. Die Karten gingen ausnahmslos an in Großbritannien lebende Dänen.

+++ Olympiastadion Rom öffnet fürs Finale die Pforten +++

Italien kämpft am Sonntag um seinen zweiten EM-Titel, den ersten seit 1968. Dafür werden sogar die Pforten des Olympiastadions in Rom geöffnet. Die Stadt Rom bietet Public Viewing im Olympiastadion für bis zu 16.000 Tifosi an. Die römische Bürgermeisterin Virginia Raggi will mit der Eröffnung der Arena auch den Massenandrang auf dem zentralen Piazza del Popolo und auf den Kaiser-Foren reduzieren.

+++ "Großartiger Referee": Brych liefert ab +++

Es war bereits sein fünfter Turniereinsatz - und Felix Brych hat erneut überzeugt. Für den deutschen Schiedsrichter gab es für seinen Auftritt beim EM-Halbfinale im Londoner Wembley-Stadion zwischen Italien und Spanien (4:2 i.E.) viel Lob. "Großartiger Referee", twitterte Englands Ex-Nationalspieler Gary Lineker. "Ich liebe es, wie die Referees bei diesem Turnier den Spielfluss ermöglichen. Sie geben nicht alle paar Sekunden für den leichtesten Kontakt einen Freistoß, wie wir es in der Premier League sehen." "Times"-Journalist Henry Winter würde den "fantastischen, ruhig-kontrollierten Schiedsrichter" gerne in England behalten: "So drei bis vier Jahre."

+++ TV-Quote: Rekordwert für Spiel ohne Deutschland +++

Die deutsche Mannschaft ist raus, dennoch darf sich die ARD über eine starke Quote freuen. Das erste EM-Halbfinale bescherte dem Ersten einen Topwert: durchschnittlich 14,59 Millionen Menschen sahen den Sieg der Italiener und sorgten für einen Marktanteil von 52,4 Prozent. Das ist die bisher beste Einschaltquote für ein Spiel ohne deutsche Beteiligung. Das EM-Aus der DFB-Elf gegen England (0:2) verfolgten damals 27,36 Millionen Menschen (Marktanteil 76,5 Prozent).

+++ Alle Neune - und Jorginho? +++

Erst neun Spieler gibt es, die in einem Jahr zunächst mit ihrem Verein die Königsklasse und dann mit der Nationalelf den EM-Titel holten und auch jeweils spielten. Der Italiener Jorginho könnte die Nummer 10 werden. Mit Chelsea holte er den CL-Titel, mit Italien steht er im EM-Finale. Auch die Chelsea-Profis Andreas Christensen (Dänemark), Ben Chilwell, Reece James und Mason Mount (England) können noch den Sprung ins Endspiel schaffen. Beide Titel holten bislang Luis Suarez (1964, Inter Mailand, Spanien), Hans van Breukelen, Ronald Koeman, Berry van Aerle, Gerald Vanenburg (1988, PSV Eindhoven, Niederlande), Fernando Torres, Juan Mata (2012, FC Chelsea, Spanien), Cristiano Ronaldo und Pepe (2016, Real Madrid, Portugal).

nik