2. Bundesliga

Lilien-Kapitän Holland: "Die Leute können ruhig träumen"

Lieberknechts Motto: "Positiv bleiben"

Lilien-Kapitän Holland: "Die Leute können ruhig träumen"

Hier im Duell mit Karlsruhes Fabio Kaufmann: Fabian Holland.

Hier im Duell mit Karlsruhes Fabio Kaufmann: Fabian Holland. imago images/Jan Huebner

Knapp zehn Minuten behielt Darmstadts Trainer Lieberknecht seine Spieler nach Abpfiff auf dem Feld und redete auf sie ein. Die Tabellenführung hatte man durch die Punkteteilung mit Karlsruhe zwar verpasst, dennoch wollte der 48-Jährige das Positive hervorheben: "Mir ging es darum, der Mannschaft zu sagen, dass ich es gut fand, wie sie reagiert hat. Dass es wichtig ist, wie wir uns das 2:2 erspielt haben und dass wir positiv bleiben", erklärte Lieberknecht nach der Partie. Nachdem man mit einem 0:1-Rückstand in die Pause gegangen war, hatten die Lilien die Partie in den ersten fünf Minuten der zweiten Hälfte gedreht, dann in der 71. Minute den 2:2-Ausgleich kassiert.

Lieberknecht vermisst "Freude beim Spielen"

Lieberknecht sei insgesamt froh, dass man den Zuschauern "Samstagabend um 20.30 Uhr etwas geboten" hat. "Beide Mannschaften haben guten Offensivfußball gezeigt. Auch fehlerbehaftet, aber trotzdem war es für mich gut, die Mannschaft so zu sehen und positiv zu bleiben. Wir haben massiv Torchancen gehabt, unglückliche Gegentore bekommen, aber eine super Reaktion gezeigt. Wir sind in der Halbzeit ruhig und positiv geblieben. Heute hat uns vielleicht nur ein bisschen Freude beim Spielen gefehlt."

Darmstadts Fabian Holland beschrieb das Spiel als wildes Hin und Her: "Erst dachte man, man kann das Ding hier verlieren, dann kann auf einmal vorne mal einer reinfallen. Es war ein tolles Spiel, bei dem es um jeden Meter ging."

Wir machen uns keinen Druck. Da gibt es oben ganz andere Mannschaften, die deutlich mehr Druck haben.

Fabian Holland

Von Aufstiegsambitionen wollte der Kapitän aber erst einmal nichts hören: "Die Leute können ruhig träumen, aber wir machen uns da keinen Druck. Da gibt es oben ganz andere Mannschaften, die deutlich mehr Druck haben. Wir schauen von Woche zu Woche und können befreit aufspielen", so der Außenverteidiger. "Trotzdem hat man auch heute gesehen, wie knapp solche Spiele sind, deswegen macht es für mich keinen Sinn, irgendwelche Prognosen abzugeben. Wir wollen weiter mit Spaß bei der Sache bleiben."

Spaß macht es gerade auf jeden Fall, wenn man dem SV Darmstadt beim Fußballspielen zuschaut. Nächste Woche gastieren die Lilien in Ingolstadt, möglicherweise zum nächsten wilden Schlagabtausch.

kon