3. Liga

MSV Duisburg - Lieberknechts Lust vor 1860: "Punkte, wenn möglich drei"

MSV Duisburg: Stoppelkamp-Comeback im November?

Lieberknechts Lust vor 1860: "Punkte, wenn möglich auch drei"

Torsten Lieberknecht nahm die Niederlage gegen Uerdingen zum Teil auf seine Kappe. Gegen 1860 München ist seine Mannschaft auf Wiedergutmachung aus.

Torsten Lieberknecht nahm die Niederlage gegen Uerdingen zum Teil auf seine Kappe. Gegen 1860 München ist seine Mannschaft auf Wiedergutmachung aus. imago images

Dem Spiel gegen 1860 sieht MSV-Coach Torsten Lieberknecht mit freudiger Erwartung entgegen: "Da bin ich ehrlich: Da freue ich mich drauf, weil wir eben auch, mich eingeschlossen, vom Uerdingen-Spiel das Gefühl haben, etwas gutmachen zu müssen." Bei der 0:2-Niederlage gegen den KFC zeigte Duisburg eine erschreckend schwache Leistung. Lieberknecht nahm danach sich selbst, aber auch die Mannschaft in die Pflicht.

"Ich suche jetzt keine Sündenböcke", so der Trainer. Er habe zwar bereits genug zum Uerdingen-Spiel gesagt, fügte jedoch dennoch hinzu: "Ich glaube, dass jeder Spieler aus diesem Spiel für sich die Erkenntnis hatte, dass er keinen guten Job gemacht hat. Auch ich habe keinen guten Job gemacht."

Lieberknechts massive Umstellung der Startelf mit vier Neuen im Vergleich zum 1:0-Sieg in Unterhaching zuvor stellte sich im Nachhinein womöglich als Fehler heraus. "Ich habe gehofft, dass die Jungs mit der Frische im Kopf in dieses Spiel gehen", gab sich der 47-Jährige selbstkritisch. Aber auch das sei nicht das Hauptproblem gewesen. "Wir hätten eine Lösung gehabt, die haben wir nicht gut gespielt, weil unsere Ballgeschwindigkeit sehr langsam war und gedanklich fiel es ab und an schwer", analysierte der Coach.

"Hellwach" gegen 1860

Nach der Zwangspause aufgrund von Corona-Fällen im Team - unter der Woche gab es inzwischen zwei weitere positive Tests bei den Zebras - gäbe es in der Mannschaft immer noch unterschiedliche Leistungsstände. Das sei allerdings "kein Alibi", wenn bei vielen Spielern noch einige Prozente fehlen. "Da müssen die Jungs auch durch und müssen so lange Gas geben, wie sie können", nahm Lieberknecht seine Mannschaft in die Pflicht. Gegen den nächsten Gegner müsse das Team "hellwach" sein.

Am Samstag wartet mit 1860 der Tabellenführer auf die Zebras, die mit zwei Spielen Rückstand auf Rang 17 stehen. "Sie sind Tabellenerster und das sagt alles", so Lieberknecht. "Sie haben einen klaren Plan, wie sie spielen wollen. Das Ganze ist schnörkellos." Verstecken möchte sich der MSV trotzdem nicht: "Da ist die Lust, beim Tabellenführer auch Punkte zu holen, wenn möglich auch drei", sagte Lieberknecht. "Ich habe das Gefühl, dass das durchaus auch möglich ist."

Stoppelkamp im Mannschaftstraining

Zumindest gibt die personelle Situation Anlass zur Hoffnung. Mirnes Pepic und Dominic Volkmer sind wieder eine Option. Und auch Kapitän und Führungsspieler Moritz Stoppelkamp könnte bald auf den Platz zurückkehren: Der 33-Jährige trainiert wieder mit der Mannschaft. Er fiel seit der Saisonvorbereitung wegen einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus aus. Im November könnte er nun sein Comeback geben. "Die Hoffnung habe ich", gab sich Lieberknecht zuversichtlich.

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