2. Bundesliga

Lieberknecht: Vorgriff für nächste Saison möglich

Winter-Neuzugänge in Darmstadt nicht ausgeschlossen

Lieberknecht: Vorgriff für nächste Saison möglich

Arbeiten sie spätestens ab Sommer zusammen? Lilien-Coach Torsten Lieberknecht (li.) und Dennis Dressel.

Arbeiten sie spätestens ab Sommer zusammen? Lilien-Coach Torsten Lieberknecht (li.) und Dennis Dressel. imago images (2)

Zum Ende der Sommertransferperiode sprach Lieberknecht wiederholt von einem Spielerwunsch, den er aber nicht näher ausführen wollte. Der Wechsel zerschlug sich und mittlerweile steht der SV Darmstadt 98 sportlich und finanziell so gut da, dass der Lilien-Coach keinen dringenden Handlungsbedarf sieht. "So lange die Jungs so spielen, müssen wir uns da weniger Gedanken machen", sagt er, räumt jedoch mit Blick auf die Personalplanung ein: "Möglich ist vielleicht schon ein Vorgriff für die nächste Saison."

Löwe Dressel weiter im Blick

Spätestens dann ist auch Dennis Dressel vom TSV 1860 München ein Thema. Den Mittelfeldspieler hätten die Lilien gerne schon diese Saison geholt. Ein Wechsel scheiterte jedoch an der Ablöseforderung der Löwen. Ende der Saison ist Dressel jedoch zum jetzigen Stand ablösefrei. "Dennis beobachten wir definitiv weiter - so wie andere Drittligaspieler auch", sagt Lieberknecht. Aber momentan sei es wichtig, 1860 München und den Spieler in Ruhe zu lassen, damit sie ihre mannschaftlichen Ziele erreichten. Das gebiete auch der Respekt.

Abgänge nicht ausgeschlossen

Nicht ausgeschlossen sind Abgänge. Die beiden Mittelfeldspieler Adrian Stanilewicz (21, bislang drei Einsätze) und Leon Müller (21, kein Einsatz) sowie Angreifer Ensar Arslan (20, ein Einsatz) konnten sich bislang nicht aufdrängen. Lieberknecht nannte zwar keine Namen, erklärte jedoch: "Wir haben sehr offen mit dem einen oder anderen jüngeren Spieler kommuniziert, was besser wäre für seine Zukunft. Aber wir schicken keine Spieler aktiv weg. Da muss die Initiative von den Spielern kommen", sagte er. Allerdings glaube er, dass die Spieler womöglich selbst auf die Idee für einen Wechsel kommen, "wenn sie einen vernünftigen Berater haben, der mit ihnen die Situation analysiert".

"Bei Clemens Riedel blutet mir das Herz"

Grundsätzlich sieht sich Lieberknecht als ein Coach, der die Jugend fördert - auch wenn junge Spieler anders als zu Saisonbeginn zuletzt kaum noch zum Zug kamen: "Bei Clemens Riedel blutet mir das Herz, dass ich ihm nicht noch mehr Spielzeit geben kann", räumte Lieberknecht mit Blick auf den 18 Jahre jungen Innenverteidiger ein. Es gehe aber nicht nur darum, dass ein junger Spieler auf möglichst viele Einsätze komme. Man müsse ihn auch begleiten und ihm den Weg bereiten. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir mit Clemens Riedel jemand haben für eine große Zukunft, wenn er die nächsten Schritte geht", sagte Lieberknecht. "Und auch Braydon Manu, Phillip Tietz oder Luca Pfeiffer sind beispielsweise noch junge Spieler."

Wo Lieberknecht noch Potenzial sieht

Mit Blick auf den zweiten Saisonteil sieht Lieberknecht trotz Rang zwei noch viel Luft nach oben bei seinem Team. Er wünsche sich noch mehr taktische Flexibilität in den Grundordnungen, auch eine Dreierabwehrkette sei eine Option, dazu ein noch größeres Repertoire bei Standards, ein verbessertes Positionsspiel und auch bei den Kontern gebe es noch Luft nach oben, sagt der Coach.

"Ich bin einer, der die Jugend fördert": Lesen Sie das ganze Interview mit Lieberknecht in der kicker-Donnerstagausgabe -auch im eMagazine verfügbar.

Stephan Köhnlein

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