Bundesliga

FC Bayern: Lewandowski wird noch am Samstag operiert

Bayern gegen Wolfsburg mit nur elf gesunden Profi-Feldspielern

Lewandowski wird noch am Samstag operiert

Nach dem Wolfsburg-Spiel geht's unters Messer: Robert Lewandowski.

Nach dem Wolfsburg-Spiel geht's unters Messer: Robert Lewandowski. picture alliance

22 Heimspiele hat der deutsche Rekordmeister gegen den VfL Wolfsburg in der Bundesliga bislang bestritten, verloren davon hat er bei 20 Siegen und zwei Remis noch nie. Kein anderer Klub kommt gegen einen Gegner auf so viele Heimpartien ohne Niederlage.

Lewandowski traf in acht Spielen gegen Wolfsburg 16-mal

Seit er 2014 zum FCB wechselte, Stichwort Lieblingsgegner, hatte Robert Lewandowski daran großen Anteil. In seinen jüngsten acht Duellen mit den Wölfen traf er 16-mal. Netzt er am Samstag wieder ein, teilt er sich einen Bundesligarekord mit Klaus Fischer, der zwischen 1969 und 1974 in neun Spielen in Serie gegen den VfB Stuttgart traf. Unvergessen natürlich auch Lewandowskis Fünferpack im September 2015, für den er mickrige neun Minuten brauchte. Insgesamt jubelte der Torjäger bereits 20-mal gegen Wolfsburg, so oft wie gegen keinen anderen Klub.

Nach den letzten 90 Minuten 2019 wird Lewandowski noch am Samstag den geplanten Eingriff an seiner Leiste vornehmen lassen. Das kündigte Trainer Hansi Flick bei der Pressekonferenz am Freitagmittag an. Der FC Bayern und der Stürmer wollen keine Zeit verlieren, bei einem normalen Heilungsverlauf soll Lewandowski in der Vorbereitung im Januar wieder mittrainieren.

Flick muss den Kader wieder mit mehreren Nachwuchsspielern auffüllen

Mit seinem Torjäger kann Flick gegen Wolfsburg immerhin planen, mit dem gesperrten Thiago sowie den verletzten Süle, Hernandez, Coman, Tolisso, Goretzka, Cuisance und Arp fehlen ihm jedoch acht Kräfte. Übrig bleiben elf Feldspieler aus dem Profikader, von denen zehn spielen werden und einer auf der Bank sitzt. Flick wird den Kader mit fünf Nachwuchsspielern auffüllen: neben Joshua Zirkzee, dem Matchwinner beim SC Freiburg, heißen die Kandidaten Lukas Mai, Sarpreet Singh, Leon Dajaku und Oliver Batista Meier.

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"Nach den zwei Niederlagen haben wir uns vorgenommen, die letzten drei Spiele zu gewinnen. Sechs Punkte haben wir, nun wollen wir die Vorrunde mit einem Heimsieg abschließen", sagt Flick, "wir sind entschlossen, das Letzte rauszuholen." Nach Freiburg bat er sein Team kaum zum Training, wichtiger sei es gewesen, die Akkus wieder auf hundert Prozent zu bringen. David Alaba arbeitete nach einem Schlag auf den Knöchel sogar nur individuell, wird aber auflaufen können und sein 250. Bundesligaspiel bestreiten.

Der Kreis zur Statistik schließt sich mit dem Blick auf die vergangenen 17 Jahre: so lange hat der FC Bayern zum Hinrundenausklang nicht mehr verloren, zwölf Mal gewann er, fünf Mal spielte er unentschieden.

Frank Linkesch

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