Bundesliga

Lewandowski und das Gesetz der Serie

Werder kann einfach nicht mehr gegen die Bayern gewinnen

Lewandowski und das Gesetz der Serie

Robert Lewandowski trifft gegen Werder Bremen besonders gern.

Robert Lewandowski trifft gegen Werder Bremen besonders gern. Picture Alliance

"Fußball ist, wenn 22 Spieler dem Ball hinterherlaufen und am Ende immer Bayern gewinnt" - so könnte man es zumindest aus Bremer Sicht zusammenfassen, wenn es für die Norddeutschen gegen den Rekordmeister geht. Denn seit einiger Zeit sehen die Werderaner kein Land mehr gegen den alten Rivalen aus München.

Vor der Partie des zweiten Spieltages waren es schon 13 Münchner Bundesliga-Siege in Folge, eine Marke die es so im deutschen Profifußball kein zweites Mal gibt. Erwähnenswert sei an dieser Stelle jedoch auch, dass Werder bundesweit trotzdem die meisten Dreier gegen den FCB holte (26-Mal). Dass es letztlich aber der 14. Bayern-Dreier in Folge wurde, und nicht der erste Bremer Heim-Erfolg seit Oktober 2006 (3:1), lag an der Geduld des Rekordmeisters.

Die Zahlen sprechen klar für Bayern

Die Ancelotti-Elf war vom Anpfiff weg spielerisch klar überlegen. Das belegen allein die Zahlen: 72 Prozent Ballbesitz, ein Torschuss-Plus von 19:4, 8:2 Ecken und 639 angekommen Pässe (Bremen: 200). Einzig bei der Laufleistung (117,44 gegenüber 112,13 km) war Werder überlegen, was sich aber auch anhand der Spielweise erklärte, schließlich mussten die Grün-Weißen in der Defensive jedes einzelne Loch stopfen und die Räume eng machen.

"Wir haben heute alle gesehen, dass Werder sehr defensiv und sehr tief gespielt hat", analysierte Lewandowski direkt nach Spielende am "Sky"-Mikrofon und schlussfolgerte: "Dadurch gab es nicht so viele freie Räume. Da ist es nicht so leicht, eine Situation herauszuspielen." Tatsächlich tat sich Bayern lange Zeit sehr schwer und erst der eingewechselte Kingsley Coman schaffte es, mit einem Pass auf Lewandowski das Bremer Bollwerk zu knacken.

Und der Pole zeigte nach seinem Treffer aus der 72. Minuten nur drei Minuten später erneut seine Klasse, indem er schier die halbe Bremer Mannschaft austanzte und aus 16 Metern zum 2:0-Endstand einnetzte. Es waren übrigens schon die Treffer elf und zwölf des Polen gegen seinen auserkorenen Lieblingsgegner.

Werder hadert mit der eigenen Chancenverwertung

Manuel Neuer

Feierte gegen Bremen sein Comeback, wurde aber eigentlich nicht geprüft: Manuel Neuer. Picture Alliance

Werder musste sich, wie schon vergangenen Samstag beim 0:1 in Hoffenheim, ärgern, dass es am Ende mit leeren Händen dastand. Denn die Grün-Weißen hatten auch gegen Bayern vereinzelt Möglichkeiten. Die besten Abschlüsse verbuchten die beiden Ex-Kopenhagener Thomas Delaney und Ludwig Augustinsson, die mit ihren Schüssen nicht an Hummels bzw. Süle vorbeikamen. "Die wenigen Chancen, die wir hatten, müssen wir nutzen", beklagte sich Abwehrmann Milos Veljkovic. Antreiber Max Kruse sah es ähnlich: "Wir können in der ersten Halbzeit das eine oder andere Tor machen."

Außerdem hatten die Hanseaten teils gute Konterchancen, die aber meist schlecht zu Ende gespielt wurden. Beispielhaft sei hier eine Vier-gegen-drei-Situation genannt, die Jungprofi Maximilian Eggestein viel zu überhastet abschloss. Lewandowski nutzte dagegen seine Möglichkeiten und machte damit einmal mehr den Unterschied pro Bayern aus.

ssc

Bilder zur Partie Werder Bremen - Bayern München