EM

Lewandowski den Tränen nahe - Trainer Sousa will bleiben

Bayern München tröstet seinen Weltfußballer

Lewandowski den Tränen nahe - Trainer Sousa will bleiben

Den Tränen nahe: Robert Lewandowski nach dem EM-Aus seiner Polen.

Den Tränen nahe: Robert Lewandowski nach dem EM-Aus seiner Polen. picture alliance

Es sei "schwer, nach so einem Spiel guter Laune zu sein", sagte Lewandowski nach dem dramatischen 2:3 im abschließenden Spiel der Gruppe E gegen Schweden. Die Niederlage besiegelte das Aus der Polen, die mit nur einem Punkt aus drei Partien als Gruppenletzter nun die Heimreise antreten müssen.

Dabei holte Polen gegen die Schweden sogar einen zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand auf. Lewandowski egalisierte in der 61. und 84. Minute mit seinen beiden Toren das Ergebnis. Ein Tor fehlte den Polen in der Schlussphase zum Achtelfinale, das endgültige Aus besiegelte dann der schwedische Joker Viktor Claesson in der vierten Minute der Nachspielzeit.

"Man kann uns den Kampfeswillen und den Ehrgeiz nicht absprechen, aber etwas hat gefehlt - sicherlich auch Fähigkeiten", sagte Lewandowski anschließend dem polnischen TV-Sender TVP. "Ein Lob an die Jungs, wie sie es versucht und gekämpft haben. Aber es hat nicht gereicht."

Und wer weiß, ob es für Polen gereicht hätte, wenn Lewandowski in der 17. Minute sein Visier um eine Nuance feiner justiert hätte. Binnen weniger Sekunden scheiterte er zweimal an der Querlatte des schwedischen Gehäuses. Beim ersten Versuch hatte Lewandowski noch Pech, der Abpraller aus wenigen Metern war aber eigentlich ein Pflichttor für den Weltfußballer.

Trost vom FC Bayern: "Kopf hoch, Lewy"

So blieb es bei seinen Turniertoren zwei und drei, die das polnische Aus nicht verhindern konnten. Mit hängendem Kopf und Tränen in den Augen verließ Lewandowski den Platz der Arena in St. Petersburg. Und bekam umgehend Trost vom FC Bayern: "Kopf hoch, Lewy", twitterte der Deutsche Meister.

Nationalcoach Paulo Sousa will weitermachen

Unterdessen kündigte Polens Nationalcoach Paulo Sousa an, trotz des frühen EM-Aus' weitermachen zu wollen. "Mein Vertrag geht bis zum Ende der WM-Qualifikation. Ich hoffe, dass ich den Prozess weiter begleiten kann", sagte Sousa. Sousa hatte erst Anfang des Jahres als Nachfolger von Jerzy Brzeczek das Amt als polnischer Nationalcoach angetreten. "Es war eine Ehre und es ist eine Ehre, ich habe großen Respekt vor dem, was sie leisten. Wir haben bisher fantastisch zusammengearbeitet", sagte der 50-jährige Ex-Profi von Borussia Dortmund.

jer

Bilder zur Partie Schweden - Polen