Qualifikation

DFB-Frauen nicht mit erhoffter Leistung gegen Israel

DFB-Comeback von Gwinn erfreulicher Aspekt beim mühsamen Dreier über Israel

Leupolz: "Es wirkte alles etwas träge"

Spielerisch ist den DFB-Frauen um Melanie Leupolz vieles nicht gelungen.

Spielerisch ist den DFB-Frauen um Melanie Leupolz vieles nicht gelungen. Getty Images

Den sportlichen Teil der Reise nach Israel hatten sich alle anders vorgestellt. Die Israelinnen, die von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg vorher leistungsmäßig "zwischen Bulgarien und Serbien" verortet wurden, wehrten sich bis zum Schluss, standen über 90 Minuten allerdings auch meist tief in der eigenen Hälfte und machten die Räume eng. Die deutschen Fußballerinnen boten gegen das Defensivbollwerk eine erschreckend einfallslose Leistung, hätten aber trotzdem höher gewinnen müssen. Lediglich Kapitänin Svenja Huth traf nach toller Vorarbeit von Dzsenifer Marozsan in der 18. Minute zum 1:0-Sigtreffer.

"Wir hatten keine Geduld und keine Spielruhe. Das war keine Top-Leistung"

"Es war ein schwieriges Spiel. Wir sind gut reingekommen, haben dann aber stark nachgelassen", sagte die Frankfurter Außenverteidigerin Sjöke Nüsken. Dem deutschen Spiel mangelte es vor allem an Ideen, Tempo und Frische. "Es wirkte alles etwas träge", befand die zur Halbzeit eingewechselte Melanie Leupolz vom FC Chelsea. Martina Voss-Tecklenburg teilte diese Auffassung: "Die Frische war nicht da. Wir hatten keine Geduld und keine Spielruhe. Das war keine Top-Leistung."

Nach 13 Monaten Pause: Gwinn ist zurück

Erfreulich aus deutscher Sicht war nur das Comeback von Giulia Gwinn. Die Münchnerin wurde in der 63. Minute für die Hoffenheimerin Jule Brand eingewechselt. Gwinn musste 13 Monate lang wegen eines Kreuzbandrisses pausieren. "Ich bin überglücklich, wieder zurück zu sein", freute sich die 22-Jährige. "Aber es war nicht das Spiel, das wir uns erhofft hatten. Für das Rückspiel am Dienstag in Essen nehmen wir uns mehr vor." Sieht auch die Bundestrainerin so: "Wir wissen, dass wir uns steigern müssen und werden das tun", kündigte sie in Tel Aviv an.

Gunnar Meggers