3. Liga

Lettieri stocksauer: "Das ist Wahnsinn, das geht gar nicht"

MSV seit sieben Spielen sieglos

Lettieri stocksauer: "Das ist Wahnsinn, das geht gar nicht"

Mit dem Defensivauftritt seiner Mannschaft unzufrieden: MSV-Trainer Gino Lettieri.

Mit dem Defensivauftritt seiner Mannschaft unzufrieden: MSV-Trainer Gino Lettieri. imago images

Mit einem knappen 0:1-Rückstand gingen die Duisburger am Sonntagnachmittag gegen Dynamo Dresden in die Pause. Eigentlich noch alles drin für die Zebras, doch dann entschieden die Gäste die Partie binnen zwei Minuten für sich - begünstigt durch schwaches Abwehrverhalten des MSV.

"Da bin ich stocksauer"

Vor allem die ersten zwei Gegentreffer, die beide nach einem Einwurf fielen, sorgten bei Lettieri für Unverständnis: "Wir kassieren zwei Gegentore nach zwei Einwürfen, das kann doch nicht sein", brodelte der 53-Jährige nach der Partie bei "MagentaSport", "da bin ich stocksauer, wenn wir bei solchen Situationen schlafen." Doch damit nicht genug - Lettieri war sichtlich aufgebracht: "Für mich ist es unverständlich, wie sich eine gesamte Abwehr bei einem Einwurf ausspielen lässt. So was kann man nicht trainieren. Das ist Wahnsinn. Das geht gar nicht."

Keine echte Torchance im Spiel

Doch das Abwehrverhalten ist nicht der einzige Kritikpunkt an der Duisburger Leistung. In den gesamten 90 Minuten erspielten sich die Zebras keine echte Torchance, und das, obwohl der MSV "sehr offensiv aufgestellt" gewesen sei, so Lettieri. "Wenn wir in den ersten 25 Minuten Engin schneller freispielen, ergibt sich vielleicht eine Chance", erklärte der Lieberknecht-Nachfolger. "Der letzte Ball" sei jedoch nicht angekommen. Keine echte Chance in 90 Minuten - ein Armutszeugnis, auch wenn die beste Defensive der Liga aus Dresden (elf Gegentore) sehr souverän agierte.

Der Fortschritt, den Lettieri nach dem Spiel gegen Waldhof Mannheim noch gelobt hatte, war gegen Dynamo nicht mehr zu sehen. Somit bleibt auch die erhoffte Trendwende unter dem neuen Trainer weiter aus. Nach nur zwei Siegen aus 13 absolvierten Spielen stehen die Duisburger nun stark abstiegsbedroht auf Rang 19. Und die Aufgaben für die Zebras werden nicht leichter: Nach dem Auswärtsspiel am kommenden Samstag in Kaiserslautern (ab 14 Uhr LIVE! bei kicker) warten der Absteiger aus Wiesbaden und Bayern II.

kon