Bundesliga

Letsch gegen Rose: "Hoffe, dass meine Laune besser ist als seine"

Bochums Coach sieht "14 bis 16 Optionen" für die Startelf

Letsch gegen Rose: "Hoffe, dass meine Laune besser ist als seine"

Klare Anweisungen: VfL-Trainer Thomas Letsch.

Klare Anweisungen: VfL-Trainer Thomas Letsch. picture alliance / Dennis Ewert/RHR-FOTO

Vorgänger Thomas Reis musste sich mit zahlreichen personellen Problemen herumschlagen, inzwischen hat sich die Lage etwas entspannt. Am Montag übernahm Letsch an der Castroper Straße, nach vier gemeinsamen Tagen mit seiner neuen Mannschaft freut er sich mittlerweile über zahlreiche Optionen.

"Das ist schön für ein Trainerteam", so der VfL-Coach, "es sind tatsächlich 14 bis 16 Spieler, die für die Startelf infrage kommen." Insgesamt habe er bei den ersten Einheiten den Eindruck bekommen, dass "die Power auf jeden Fall da ist", außerdem seien seine Spieler "sehr offen für neue Ideen".

Das könnte unter anderem das Verteidigen bei Standards betreffen. Gerade bei Ecken ist der VfL besonders anfällig und kassierte als einziges Team in der Bundesliga schon vier Gegentreffer auf diese Art und Weise. Generell geht es Letsch auch in diesem Spezialgebiet um eine klare Struktur. Und natürlich um die erforderliche Konzentration. "Es gibt klare Aufgaben, die muss man erfüllen. Wenn einer schläft, dann brennt's, ganz egal, ob im Raum verteidigt wird oder mit klarer Zuteilung."

Trio fällt aus - Mousset macht Fortschritte

Nicht dabei in Leipzig sind am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) in jedem Fall Takuma Asano und Dominique Heintz, auch für Kostas Stafylidis kommt die Partie natürlich zu früh. Immerhin aber hat der Defensiv-Allrounder am Donnerstag erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert. Und Fortschritte macht offensichtlich auch Stürmer Lys Mousset, der noch keine einzige Minute spielte, auch noch nicht bei 100 Prozent ist, aber zeitnah zu seinem ersten Einsatz für Bochum kommen dürfte.

Inwieweit Jacek Goralski für Samstag einzuplanen ist, ließ Letsch noch offen. Am Montag absolvierte der polnische Nationalspieler seine erste Einheit, nachdem er in Bochum wegen Verletzung und Augen-Operation einen holprigen Start erlebt hatte. "Ihn hatte ich eigentlich gar nicht auf dem Schirm, aber er hat sehr gut trainiert", lobt der Coach. "Er ist noch nicht so weit, dass er über 90 Minuten Vollgas geben kann, aber als aggressiver Sechser mit großer Zweikampfstärke wäre er mal ein anderer Typ für unser Mittelfeld."

Am Dienstag telefonierte Letsch noch mit Rose

In welcher Besetzung auch immer, Letsch lobt den kommenden Gegner in höchsten Tönen. "Nach den Bayern besitzt RB sicherlich die höchste individuelle Qualität in der Bundesliga", urteilt der Trainer, "aber es ist ja ziemlich egal, wie stark unser Gegner ist: Wir sind in der Bundesliga eben selten der Favorit."

Mit Marco Rose ist Letsch seit der gemeinsamen Zeit bei RB Salzburg befreundet, am Dienstag gab es auch telefonischen Kontakt mit dem Trainer des nächsten Gegners. Es sei in diesem Gespräch indes gar nicht um das anstehende Spiel gegangen, erzählt Letsch.

Sein Ausblick auf das Treffen mit dem Team seines alten Kumpels: "Ich hoffe", so Letsch schmunzelnd, "dass meine Laune am Samstagabend besser ist als seine."

Oliver Bitter

"Es gibt leichtere Aufgaben": Bochums Trainer Letsch stellt sich vor

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