Tennis

"Lernen, wie man sich benimmt": Djokovic gerät mit britischen Fans aneinander

Bei Davis-Cup-Sieg mit Serbien

"Lernen, wie man sich benimmt": Djokovic gerät mit britischen Fans aneinander

Genervt von den britischen Fans: Novak Djokovic.

Genervt von den britischen Fans: Novak Djokovic. IMAGO/Andrea Rosito

Mit seiner Leistung auf dem Feld konnte Novak Djokovic zufrieden sein. Beim 6:4, 6:4 gegen Cameron Norrie holte der Grand-Slam-Rekordchampion den zweiten Punkt für das serbische Davis-Cup-Team und sicherte seinen Farben damit den Einzug ins Halbfinale gegen Italien. Dennoch präsentierte sich der Sieger der ATP-Finals im Anschluss zornig. Grund: das Verhalten der britischen Fans am Austragungsort Malaga.

Die Zuschauer hatten versucht, die Siegesrede des 36-Jährigen mit Trommeln zu übertönen, woraufhin Djokovic die Verantwortlichen zur Rede stellte. "Ich habe versucht zu reden, und sie haben absichtlich angefangen zu trommeln, um mich nicht reden zu lassen", erklärte der Weltranglistenerste im Anschluss. "Es ist normal, dass die Fans die Grenze überschreiten, und in der Hitze des Gefechts muss man auch reagieren und zeigen, dass man diese Art von Verhalten nicht zulässt."

Bereits während der Partie hatte Djokovic sich von den Fans gestört gefühlt. "Das ganze Spiel über gab es Respektlosigkeiten", klagte der Serbe, der sich als Reaktion auf die Zuschauer im zweiten Satz demonstrativ nach fast jedem Punktgewinn die Hand ans Ohr gehalten hatte. "Sie haben das ganze Match über versucht, mich zu ärgern, also haben wir uns am Ende ein bisschen unterhalten." Die Fans, so Djokovic, könnten "machen, was sie wollen, aber ich werde darauf reagieren". Seine klare Empfehlung an die Fangruppe: "Sie sollen lernen, wie man sich benimmt."

Der britische Davis-Cup-Kapitän Leon Smith sah das anders. "Ich glaube nicht, dass es so schlimm war", kommentierte er das Verhalten der Anhänger. "Ich fände es schade, wenn es leiser wird. Die lauten Fans sind meistens die besten".

mib

Djokovic thront ganz oben: Spieler mit den meisten Grand-Slam-Titeln