Bundesliga

Lenz fehlt Eintracht Frankfurt noch drei Spiele

Neues System im Frankfurter Angriff?

Lenz fehlt noch drei Spiele, neue Rolle für Borré?

Eintracht Frankfurts Linksverteidiger Christopher Lenz, rechts gegen Stuttgarts Omar Marmoush, fällt länger aus.

Eintracht Frankfurts Linksverteidiger Christopher Lenz, rechts gegen Stuttgarts Omar Marmoush, fällt länger aus. imago images/Pressefoto Baumann

Ganz bewusst setzte Eintracht-Trainer Oliver Glasner beim 1:1 in Wolfsburg trotz Doppelbelastung auf eine gegenüber der Europa League (1:1 gegen Fenerbahce) unveränderte Startelf. "Wir reden über Automatismen, also müssen wir auch mal in der gleichen Formation spielen", erklärte der Fußballlehrer. Unfreiwillig erfolgte in beiden Partien freilich der Verzicht auf den verletzten Linksverteidiger Christopher Lenz. Erik Durm wechselte deshalb in der Viererkette die Seite, Danny da Costa übernahm auf rechts. Als Glücksgriffe lassen sich diese Personalien auf Anhieb noch nicht bezeichnen, auch wenn beide Außenverteidiger nach der schwachen Vorstellung gegen Fener in der Liga zumindest verbessert auftraten. Inzwischen ist klar: Lenz wird länger ausfallen als ursprünglich angenommen.

Comeback des Linksverteidigers gegen Hertha avisiert

Vor Fenerbahce hatte Glasner noch bis zum Spieltag Hoffnung auf den Einsatz seines einzigen nominellen Linksverteidigers verbreitet. Mittlerweile geht man intern nach kicker-Informationen aber von einem Fehlen bis zur Länderspielpause aus. Bedeutet: Auch die Partien gegen Köln, in Antwerpen und beim FC Bayern finden aller Voraussicht nach ohne Lenz statt. Mit einem Comeback des gebürtigen Berliners, der an diesem Mittwoch seinen 27. Geburtstag feiert, wäre demnach am 16. Oktober just gegen Hertha BSC zu rechnen. Bei der öffentlich vom Klub nicht näher benannten Muskelverletzung im Oberschenkel handelt es sich also offensichtlich doch um einen (kleinen) Faserriss.

Spielersteckbrief C. Lenz
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Warum Touré den Vorzug vor Tuta erhält

Von der Option, auf die - in Frankfurt grundsätzlich bewährte - Dreierkette umzuschwenken, macht Glasner zumindest bislang keinen Gebrauch. Wohl auch, weil sich Innenverteidiger Tuta anscheinend in einem Formtief befindet. Der 22-Jährige, vergangene Rückrunde Stammspieler, schaffte es in Wolfsburg wie schon gegen den VfB Stuttgart nicht in den Kader. Den Vorzug erhielt der genesene Almamy Touré, der auf zwei Positionen als Alternative dient: Im Abwehrzentrum, aber vor allem hinten rechts. Ob Glasner am zuletzt praktizierten 4-2-3-1 festhält, bleibt trotzdem abzuwarten. Muss der in Wolfsburg nicht überzeugende Zehner Daichi Kamada auf die Bank, böte sich ein 4-4-2 mit Doppelspitze an. Entgegenkommen würde das mutmaßlich Rafael Borré, der dann um Mittelstürmer Sam Lammers herum agieren könnte. Der kolumbianische Nationalspieler kam zuletzt über rechts - und dadurch nur selten in Abschluss-Situationen, in denen er seine eigentliche Stärke hätte ausspielen können.

Thiemo Müller