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Leitzkes dritter Versuch gescheitert

NOFV-Süd: Ende des Profitums beim FC Sachsen

Leitzkes dritter Versuch gescheitert

Hans-Jörg Leitzke

Ist traurig und enttäuscht: Leipzigs Ex-Trainer Hans-Jörg Leitzke. imago

Einen Tag nach dem 1:1 gegen Plauen des in die Mittelmäßigkeit abgegleite­ten Mitaufstiegsfavoriten endete in Leipzig die Ära Hans-Jörg Leitzke. Der Trainer habe schlichtweg "kein Fortune", sagt FCS-Präsident Win­fried Lonzen, außerdem sei man vom Aufstiegsziel meilenweit ent­fernt, komme jetzt nicht umhin, einen radikalen Schnitt zu vollzie­hen.

Bedeutet: Kahlschlag in vielen Bereichen, Ende des Profitums, Neuanlauf mit einer jungen und vor allem kostengünstigen Mann­schaft in der fünften Liga. Mit einem neuen Übungsleiter. Bis ein Nachfolger für Leitzke gefunden ist, fungieren Michael Breitkopf (Trai­ner der 2.Mannschaft) und Jamal Engel (B-Junioren-Coach, Sohn von DFB-Trainer Frank Engel) als Interims-Duo.

Mit der Beurlau­bung endete auch Leitzkes dritter Versuch, sich als Cheftrainer in seinem Heimatverein zu etablie­ren. "Meine Mannschaft ist mir ans Herz gewachsen, wir sind gemein­sam durch harte Zeiten gegangen. Natürlich bin ich traurig und ent­täuscht", sagte der 47-Jährige. "Ich habe hier nie wirklich eine Chance bekommen, musste immer wieder bei Null anfangen." Stichwort harte Zeiten: Weil die Gehälter immer wieder verspätet kamen, war Geld das beherrschende Thema in der Kabine.

Guido Schäfer