Bundesliga

Leitsch-Neustart mit Mainz an alter Wirkungsstätte

Niakhaté-Nachfolger findet immer besser rein

Leitsch-Neustart mit Mainz an alter Wirkungsstätte

In der Mainzer Innenverteidigung ist Leitsch gesetzt.

In der Mainzer Innenverteidigung ist Leitsch gesetzt. IMAGO/Jan Huebner

Ein gewisses Restrisiko bestand, als Leitsch am 20. Mai einen Vierjahresvertrag in Mainz unterschrieb. Doch knapp zwei Monate später war der Wechsel von Moussa Niakhaté zu Nottingham Forest perfekt und für Leitsch der Weg damit frei. Nun ist der 24-Jährige auf der Position des linken Innenverteidigers gesetzt.

"Maxim ist schon weit. Er ist sehr lernwillig, fragt auch bei den Mitspielern nach. Er ist ein intelligenter Junge, der es dann auch umsetzt. Wenn ich sehe, wie er in Aue gespielt hat, ist er über die gesamte Spielzeit nur besser geworden. Das Verständnis, was seine Aufgaben mit ohne Ball sind, wird immer besser. Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen, das war aber auch nicht zu erwarten nach so kurzer Zeit", sagt Trainer Bo Svensson.

Bundesliga, 1. Spieltag

Premiere gleich ein Highlight

Leitsch selbst hatte es irgendwie geahnt, dass ihn gleich das erste Bundesligaspiel im neuen Trikot zu seinem alten Verein führen könnte. "Ich werde die Gästekabine schon finden", scherzt er vor dem Auftritt im Ruhrstadion (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker). Auf der Tribüne wird eine zweistellige Zahl von Familienangehörigen und Freunden sitzen, die eigentlich eher dem VfL zuzurechnen sind, "aber diesmal einfach Leitsch-Fans sind", wie die Mainzer Nummer 5 erwartet.

Mit seinen Nebenleuten Alexander Hack und Stefan Bell kommt Leitsch für die Kürze der Zeit ganz gut zurecht. "Moussa hatte am Ende 45, 50 Spiele dieser Konstellation, da kennt man die Abläufe natürlich besser. Inklusive der Vorbereitung hat Maxim vielleicht jetzt die Erfahrung aus drei Spielen. Er ist auf einem guten Weg und hat die richtige Methode gefunden, wie man damit umgehen muss. Es wird nicht 50 Spiele dauern, bis er ein ganz hohes Level erreicht", betont Svensson.

Ich denke, dass ich langsam reinkomme, aber man merkt schon, dass es auch seine Zeit braucht.

Maxim Leitsch

Für Leitsch sind nicht nur die Nebenleute neu, sondern auch die Grundordnung. Nachdem er in Bochum nur in einer Viererkette gespielt hat, muss er sich jetzt in Mainz an die Dreier-/Fünferkette gewöhnen. "Ich denke, dass ich langsam reinkomme, aber man merkt schon, dass es auch seine Zeit braucht", sagt er. Die 05-Verteidiger pflegen einen engen Austausch, wegen der Lautstärke auf dem Platz gehen manche Kommandos jedoch unter. "Dann besprechen wir es in der Halbzeit oder nach dem Spiel, damit man fürs nächste Mal Bescheid weiß", erzählt Leitsch.

Am Samstag muss sich zeigen, ob das für einen Erfolg im Ruhrstadion, wo Mainz 2021/22 in der Liga 0:2 verlor und im DFB-Pokalachtelfinale mit 1:3 ausschied, genügt. "Bochum war letztes Jahr sehr heimstark", warnt Leitsch, deswegen werde es "ein sehr schwieriges erstes Spiel."

Michael Ebert

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