Bundesliga

Maxim Leitsch hat große Ziele beim 1. FSV Mainz 05

Um seinen Ex-Verein Bochum macht er sich keine Sorgen

Leitsch hat große Ziele in Mainz

Will sich beim FSV durchsetzen: Maxim Leitsch.

Will sich beim FSV durchsetzen: Maxim Leitsch. IMAGO/Martin Hoffmann

"Alle wohnen noch in Essen", sagt Leitsch mit Blick auf seine fünf Geschwister, Oma und Opa sowie seine ehemaligen Schulfreude. Doch für ihn gilt das seit gut einer Woche nicht mehr. Statt von seiner Geburtsstadt in nur eine viertelstündigen Autofahrt zum Trainingsgelände des VfL Bochum zu kommen, pendelt der Innenverteidiger nun vom Hotel an den Mainzer Bruchweg. Die Wohnungssuche hat noch nicht zum Erfolg geführt. Höchste Priorität genießt bei ihm aber ohnehin etwas anders.

"Ich will mich fußballerisch weiterentwickeln. Und ich wollte auch mal etwas Neues ausprobieren. Ob ich das immer noch so gut hinbekomme, wenn ich aus der Heimat weg bin", so der ehemalige U-21-Nationalspieler. Beim FSV muss er sich nicht nur an neue Nebenleute und einen neuen Trainer einstellen, sondern auch auf eine neue Grundordnung.

Nachdem Leitsch beim VfL immer Bestandteil einer Viererkette war, muss er sich jetzt an die Dreier-/Fünferkette der Mainzer gewöhnen. Als Linksfüßer sind seine Hauptkonkurrenten Kapitän Moussa Niakhaté, der mit einem Wechsel liebäugelt, und Alexander Hack.

Nur weil drei, vier Stammspieler gegangen sind, sollte man nicht denken, Bochum spielt eine ähnliche Rolle wie Greuther Fürth in der vergangenen Saison.

Maxim Leitsch

Für Trainer Bo Svensson hat Leitsch das Zeug dazu, mittelfristig ein Führungsspieler zu werden. "Ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich mir vorstellen kann, in diese Rolle hineinzuwachsen", sagt der 24-Jährige. In Bochum wurde er bereits als Abwehrchef tituliert, auch weil Nebenmann Armel Bella-Kotchap noch jünger war. Dass der VfL beide Innenverteidiger und auch noch Offensivmann Sebastian Polter verloren hat, ist für Leitsch nicht per se ein schlechtes Zeichen.

"Es sind drei Stammspieler weggebrochen, die man ersetzen muss. Wenn der VfL das Geld, das eingenommen wird, gut investiert, kann er wieder eine ordentliche Saison spielen. Nur weil drei, vier Stammspieler gegangen sind, sollte man nicht denken, Bochum spielt eine ähnliche Rolle wie Greuther Fürth in der vergangenen Saison", glaubt die neue Nummer 5 von Mainz 05, die drei Millionen Euro Ablöse kostete. Michael Ebert

drm

Diese Bundesliga-Neuzugänge für die Saison 2022/23 stehen fest