Bundesliga

So will Fürth eine Klatsche gegen den FC Bayern verhindern

Humor und ein Plan gegen den FC Bayern

Leitl: "Wir sind ein anderes Kaliber als der FC Barcelona"

Im Training kracht es: Fürths Trainer Stefan Leitl.

Im Training kracht es: Fürths Trainer Stefan Leitl. imago images/Zink

Seinen Humor hat Fürths Trainer trotz nur eines Punkts aus den ersten fünf Partien und angesichts der formstarken Bayern nicht verloren: "Wir sind natürlich ein anderes Kaliber als der FC Barcelona", sagt er mit Blick auf die 0:3-Niederlage und die Chancenlosigkeit der Katalanen gegen den Rekordmeister vor einer Woche.

Viel Mut und Physis - und klare taktische Vorgaben

Etwas nachdenklicher wird Leitl, wenn er gefragt wird, was seine Mannschaft am Freitag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) anders machen müsse als Mitaufsteiger VfL Bochum beim 0:7. "Entscheidend wird sein, wie viel Mut und wie viel physische Substanz wir auf den Platz bekommen." Konkret heißt das: unheimlich viel laufen, Bayerns Flügelspielern Davies, Sané und Gnabry wenig Tiefe in der eigenen Hälfte geben, den eigenen Außen im Eins-gegen-Eins zur Hilfe eilen, Robert Lewandowski im Strafraum gut abschirmen. "Wir müssen versuchen, so lange wie möglich konkurrenzfähig zu sein", sagt Leitl in dem Wissen, dass dies leichter gesagt als getan ist.

Im Training am Dienstag beobachtete er mit Freude das Feuer im Turnier mit vier Mannschaften. Kapitän Branimir Hrgota faltete Jamie Leweling nach einem Fehlpass zusammen, der zu einem Gegentor führte, der Youngster duckte sich nicht weg, konterte frech. "Genau das will ich jetzt. Du spielst ein Turnier und willst gewinnen, es kracht. In der Kabine war alles wieder okay", berichtete Leitl.

Wenn es mal 2:0 für den FC Bayern steht ist das auch okay, aber dann musst du trotzdem versuchen kompakt zu bleiben. Du darfst dich dann nicht auseinanderspielen lassen.

Stefan Leitl

Reichen Feuer und Leidenschaft?

Aber reichen Feuer und Leidenschaft gegen den FC Bayern? Auch der Spaßfaktor darf laut Leitl nicht zu kurz kommen: "Wir können mit viel Freude ins Spiel gehen und versuchen, eine der besten Mannschaften der Welt so lange wie möglich zu ärgern. Das wollen wir am Freitag tun." Immer gepaart mit Realismus und der Möglichkeit von ein, zwei schnellen Gegentoren. "Wenn es mal 2:0 für den FC Bayern steht ist das auch okay, aber dann musst du trotzdem versuchen kompakt zu bleiben. Du darfst dich dann nicht auseinanderspielen lassen", warnt Leitl.

Ansonsten, siehe Bochum, kann der Freitagabend böse enden. Denn: "Die Bayern kommen in einer herausragend guten Verfassung, man merkt, die haben richtig Bock zu spielen." Egal, gegen welches Kaliber.

Frank Linkesch

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