Bundesliga

Hertha BSC: Trainingspause für Nemanja Radonjic

Herthas Neuzugang lädiert

Leistenprobleme: Trainingspause für Radonjic

Berliner Jubel über den Punktgewinn in Stuttgart.

Berliner Jubel über den Punktgewinn in Stuttgart. Getty Images

Der serbische Nationalspieler, den Hertha BSC am finalen Tag der zurückliegenden Winter-Transferperiode von Olympique Marseille ausgeliehen hatte, war am Samstag im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart (1:1) nach 58 Minuten eingewechselt worden. Bereits während des Spiels machten dem Linksaußen, der am Montag seinen 25. Geburtstag feiert, Leistenbeschwerden zu schaffen.

Am Sonntag ließ er das Training aus. "Man hat das schon im Spiel gespürt", sagte Hertha-Coach Pal Dardai am Sonntagmittag in einer digitalen Medienrunde. "Nemanja wollte nicht schießen, nur schieben. Da hatte er ein bisschen Probleme. Wir müssen jetzt sehen, wie ernst die Sache ist. Hoffentlich kann er die nächsten Tage wieder trainieren."

Quintett fehlt wohl gegen Leipzig

Da mit Javairo Dilrosun ein etatmäßiger Linksaußen bereits seit Wochen wegen einer Bänderverletzung im Knie fehlt, träfe die Berliner ein Ausfall von Radonjic hart. Der Neuzugang agierte in Stuttgart zwar nicht so wirkungsvoll und zielstrebig wie in der Woche zuvor bei seinem Bundesliga-Debüt gegen den FC Bayern (0:1). Aber als Flügel-Spezialist wird er im Abstiegskampf gebraucht - erst recht, weil ungewiss ist, wann Dilrosun zurückkehrt, und weil der in Stuttgart auf links beginnende Matheus Cunha zentral wertvoller ist.

Neben dem Niederländer Dilrosun fehlten in Stuttgart auch Kapitän Dedryck Boyata, Marvin Plattenhardt, Jordan Torunarigha und Jhon Cordoba verletzt - allesamt potenzielle Stammspieler. Ob einer aus diesem Quintett im nächsten Spiel gegen RB Leipzig am kommenden Sonntag zurückkehrt, ist ungewiss. "Ich habe vom Doc nichts so Positives gehört, dass ich sage: Der oder der spielt gegen Leipzig", erklärte Dardai. "Ich glaube nicht, dass am Dienstag, wenn wir wieder trainieren, einer der verletzten Spieler auf dem Platz stehen wird."

Guendouzi ab jetzt immer mit Maske?

Immerhin: Matteo Guendouzi, der in einem Trainingszweikampf unter der Woche eine Knochenprellung im Mittelgesicht erlitten hatte, hielt in Stuttgart 90 Minuten durch. Der Kapitän der französischen U-21-Nationalmannschaft begann die Partie mit einer Carbon-Maske, derer er sich während des Spiels entledigte. "Er hatte den Willen, mit dieser Verletzung zu spielen, und hat im Zweikampf und bei Kopfbällen keine Angst gezeigt", lobte Dardai und schob lächelnd hinterher: "Ich hab' ihm gesagt, er sieht mit Maske besser aus. Jetzt überlegt er, sie immer zu tragen."

nba