Bundesliga

Fürth: Leiser Abschied von Sturmhüne Berggreen

Angreifer erlebte zwei bittere Jahre in Fürth

Leiser Abschied von Sturmhüne Berggreen

Seine Zeit in Fürth ist vorbei: Emil Berggreen (Mitte).

Seine Zeit in Fürth ist vorbei: Emil Berggreen (Mitte). imago images/Lackovic

Der Tabellenletzte der Bundesliga und der dänisch-kroatische Stürmer gehen ab sofort getrennte Wege, dies gaben die Fürther zum Jahresbeginn bekannt. Berggreens Vertrag bei den Mittelfranken wäre noch bis zum 30. Juni 2022 gelaufen, in beidseitigem Einvernehmen wurde das Arbeitspapier des 28-Jährigen nun ein halbes Jahr früher aufgelöst.

Kein Bundesliga-Spiel und nur viermal im Unterhaus

Der wuchtige Mittelstürmer (1,93 Meter groß, 89 Kilo schwer) kam beim Aufsteiger auch in dieser Spielzeit nicht in Schwung, wegen diverser Verletzungen bestritt er kein einziges Bundesliga-Spiel. Stattdessen trainierte er zuletzt bei der U 23 der SpVgg und kam im Regionalliga-Team auf neun Einsätze und vier Tore. Die Fürther Nachwuchsmannschaft pausiert aufgrund von Corona allerdings schon seit dem 24. November, sein letztes Pflichtspiel für die Mittelfranken absolvierte Berggreen am 6. November, als er beim 0:4 in Bayreuth nach knapp einer Stunde eingewechselt wurde.

Mitte September 2020 kam Berggreen nach Fürth, die damalige Zweitliga-Spielzeit hatte wegen Corona gerade erste begonnen, und die verantwortlichen der SpVgg erhofften sich mit der Verpflichtung von Twente Enschede mehr Durchschlagskraft in der Offensive. Doch auch das Aufstiegsjahr der Fürther verlief ohne Glanzlichter von Berggreen, der in der vergangenen Spielzeit von Trainer Stefan Leitl nur viermal eingewechselt wurde.

Bittere Joker-Rolle bei der Klatsche gegen Darmstadt

Besonders bitter verlief damals sein Auftritt gegen Darmstadt, als die Fürther am 12. Spieltag gegen Darmstadt eine satte 0:4-Heimniederlage einstecken mussten. Damals wurde Berggreen beim Pausenstand von 0:2 eingewechselt, ließ eine Großchance zum möglichen Anschlusstreffer aus einem Meter kläglich liegen und wurde in der 74. Minute wegen einer Adduktorenverletzung wieder ausgetauscht.

Viele Blessuren auch in Mainz

Auch schon bei seiner ersten Bundesliga-Station - 2017/18 in Mainz - verhinderten Blessuren eine bessere Leistungsbilanz. In 14 Liga-Partien für die Rheinhessen traf er viermal, in zwei DFB-Pokalspielen auch einmal - doch immer wieder warfen ihn muskuläre Probleme, eine Gehirnerschütterung und eine Mandelentzündung zurück.

Wie es üblich ist in Pressemitteilungen bei Vertragsauflösungen, wünschten die Fürther Berggreen "für seinen weiteren Weg alles Gute", der Stürmer dürfte sich vor allem mehr Gesundheit und damit mehr Spielzeit wünschen.

bst

Überraschungen hinter Dominator Bayern: Die Jahrestabelle der Bundesliga