Bundesliga

Leidendes Schalke: Manuel Baums Plan bezüglich der "Selbstzweifel"

Neuer Trainer der Königsblauen über Fehler und die Zukunft

Leidendes Schalke: Baums Plan bezüglich der "Selbstzweifel"

Ein 0:4 zum Auftakt: Manuel Baum hat sich seinen ersten Auftritt als neuer Schalke-Trainer sicher anders gewünscht.

Ein 0:4 zum Auftakt: Manuel Baum hat sich seinen ersten Auftritt als neuer Schalke-Trainer sicher anders gewünscht. imago images

Mit solchen Zahlen muss jede S04-Seele auch über die kommende Länderspielpause hinweg klarkommen: seit 19 Bundesliga-Partien ohne Sieg, seit 53 (!) Spielen ohne Tor in der Anfangsviertelstunde und nach drei Bundesliga-Runden mit einem kargen Torverhältnis von 1:15 festgetackert am Tabellenende. 15 Gegentore nach drei Spieltagen hat es in der nun schon 58-jährigen Bundesliga-Geschichte noch nie zuvor gegeben.

Zu allem Überfluss brachte auch die Installation von Manuel Baum als Nachfolger von David Wagner in Spiel 1 noch keinen Schritt nach vorn. Das musste der frühere Augsburger Cheftrainer (2016-2019) auch selbst im Gespräch mit "Sky" zugeben: "Das war keine gute Leistung. Dieses Spiel müssen wir schnell hinten ablegen und nach vorn blicken. Alles andere bringt jetzt nichts."

Trainersteckbrief Baum
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FC Schalke 04 - Termine

Was genau alles falsch lief an einem Abend, an dem Kontrahent Leipzig schier übermächtig daherkam und bei besserer Chancenvertung aus dem 4:0 auch ein 5:0 oder 6:0 hätte machen können? "Wir sind natürlich in erster Linie auf eine sehr gute Leipziger Mannschaft getroffen. Wir waren aber auch im Pressing teilweise viel zu spät dran, die Abstimmung hat nicht gepasst. Und wenn wir mal den Ball erobert haben, dann war er gleich wieder weg."

Baum hat Lust - und versprüht Optimismus

Diese Erkenntnisse, die sein Team nun gewonnen habe, "gilt es nun aufzuarbeiten, um es in Zukunft besser zu machen". Dabei helfe neben den künftigen Trainingseinheiten auch die Arbeit rund herum, so Baum weiter. "Man muss das Miteinander kombinieren, also auch mit Gesprächen außerhalb des Platzes. Denn wie man heute wieder gesehen hat, geht nach Gegentoren direkt der Kopf nach unten und die Selbstzweifel starten."

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Ob bis zum Montag (5. Oktober), wenn das verlängerte Transferfenster in der Bundesliga offiziell endet, auch noch der eine oder andere Transfer weiterhelfen würde? Für den ehemaligen U-20-Übungsleiter (2019-2020) keine Pflicht: "Die Aufgabe des Cheftrainers ist es, das Beste rauszuholen mit den Jungs, die da sind. Und ich blicke auf jeden Fall optimistisch in die Zukunft. Ich habe total Lust darauf, mit den Jungs zu arbeiten."

Serdar verletzt - Sané nur kurz geschockt

Bitter natürlich, dass ihm einer dieser "Jungs" womöglich wieder wegbrechen könnte auf unbestimmte Zeit. Suat Serdar, der in den letzten Monaten schon oftmals verletzt war und der in der Rückrunde 2019/20 nur sechs Einsätze im Oberhaus verbucht hatte, musste schon zum zweiten Mal in dieser Saison (ebenfalls beim 0:8-Auftakt in München) früh angeschlagen ausgewechselt werden. Laut Baum handele es sich beim Mittelfeldmann, der sichtlich geknickt mit dem Trikot über dem Kopf vom Feld schlich, erneut um eine Muskelverletzung. Genaueres wisse der S04-Coach aber auch noch nicht, in jedem Fall muss der 23-Jährige seine DFB-Teilnahme absagen ("Er kann nicht zur Nationalmannschaft fahren").

Wir müssen die Köpfe wieder heben.

Salif Sané

Immerhin gab es noch Entwarnung bezüglich Salif Sané, der nach einem Flachpass von Mitspieler Matija Nastasic kurz vor der Ballannahme zu Boden gesunken war. Im Anschluss sagte der Inneverteidiger allerdings: "Ich hatte kurz Angst, weil ich schon mal verletzt war an diesem Knie. Es war aber nur kurz blockiert, jetzt ist es schon wieder gut." Seinem Trainer Baum müsse Sané derweil Recht geben: "Es läuft wirklich nicht so gut bei uns. Und wir müssen das einfach künftig besser machen, einfach mal wieder drei Punkte holen." An der Gruppe, der gesamten Schalke-Einheit, liege es jedenfalls nicht laut Sané: "Wir sind ein Team - und wir müssen die Köpfe wieder heben."

Denn leichter werden die Aufgaben auf keinen Fall: Nach Gastspielen bei Meister München (0:8) und dem Vorjahresdritten Leipzig (1:4) sowie dem jüngsten 1:3 gegen Bremen stehen nach der Länderspielpause das Duell mit einem euphorisierten Union Berlin um Max Kruse (18. Oktober) und die Derby-Auswärtspartie in Dortmund beim Vize-Meister (24. Oktober) auf der königsblauen Agenda.

mag

Bilder zur Partie RB Leipzig - FC Schalke 04