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'Lauwarmekaba': "Als Content Creator wirst du langfristig mehr Erfolg haben"

Hoffenheims Content Creator

'Lauwarmekaba': "Als Content Creator wirst du langfristig mehr Erfolg haben"

Luigi 'Lauwarmekaba' Indrieri: Froh mittlerweile Content Creator zu sein.

Luigi 'Lauwarmekaba' Indrieri: Froh mittlerweile Content Creator zu sein. kicker eSport

Die Qual der Wahl bei der Berufswahl: eSportler oder doch Content Creator? An seinem Gameplay trainieren und bei Turnieren Preisgelder abräumen oder Videos und Inhalte produzieren und damit Geld verdienen?

Für Luigi 'Lauwarmekaba' Indrieri ist die Antwort klar: Content Creator. Langfristig werde man damit "mehr Erfolg haben und mehr verdienen".

Der 25-Jährige schnupperte schon in beide Jobs rein. Aktuell erstellt er Inhalte für die TSG 1899 Hoffenheim und SP9 Esport, dem Team von Bochum-Profi Sebastian Polter. Zu Indrieris Aufgaben gehören Live-Streaming, Videoproduktionen oder auch Werbepartnerschaften mit Firmen.

Erfolgreicher, "weil man wegen seiner eigenen Art geschaut wird"

Zuvor spielte er beim VfB Stuttgart und dem SV Meppen kompetitiv FIFA, ehe ihm eine "goldene" und auch richtungsweisende Idee kam. Als im Herbst 2020 die Corona-Pandemie wieder zu vielen Einschränkungen zwang, streamte er bereits um sieben Uhr morgens. Durch Schlafstörungen ausgelöst, entdeckte er eine Nische.

Als dann der Entschluss fiel, offiziell Content Creator zu sein, "ist bei mir sehr viel Druck abgefallen". "Hohe Zielsetzungen und dann vom Spiel abhängig sein", das nage am Nervenkostüm. "Als Content Creator kann man deutlich erfolgreicher sein, weil man wegen seiner eigenen Art geschaut wird" und eben nicht wegen seines Spielstils, der dann durch zum Beispiel schlechte Server beeinflusst wird.

Der Chat ist das Coolste, was es gibt. Das sind Menschen, die in Echtzeit mit dir kommunizieren.

Luigi 'Lauwarmekaba' Indrieri

Geheimrezept: Empathie und viel Lachen

"Über persönliche Dinge sprechen, viel Lachen", das ist das Geheimrezept von Indrieri: "Der Chat ist das Coolste, was es gibt. Das sind Menschen, die in Echtzeit mit dir kommunizieren."

Seine Ausbildung als Auto-Verkäufer habe ihm geholfen, "zu verstehen, was die Wünsche, die Bedürfnisse des Kunden sind". Das helfe ihm offen und empathisch zu sein.

"Man kann es nicht forcieren"

Wer eSportler werden will, solle diesen Traum auch trotzdem verfolgen. Schließlich gäbe es "Elite-eSportler, die jedes offline-Event mitnehmen und dann auch um tausende Euros spielen." Allerdings rät Indrieri, Reichweiten und Streaming nicht zu vernachlässigen.

Einerseits steigere das die Attraktivität gegenüber Vereinen und Organisationen. Andererseits ist auch der Weg des Content Creators offen. Welcher Berufsweg es dann wird, das "sollte man nie forcieren. Das passiert von selbst."

Sven Grunwald

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