3. Liga

Lautern ohne Grill und Skarlatidis gegen konstante Löwen

FCK: Intensive Analyse nach dem glücklichen Sieg in Magdeburg

Lautern ohne Grill und Skarlatidis gegen konstante Löwen

Simon Skarlatidis, Boris Schommers

Kaiserslauterns Trainer Boris Schommers (re.) muss auch gegen 1860 München auf Simon Skarlatidis verzichten. imago images

Ein frühes Tor von André Hainault hatte dem FCK am vergangenen Samstag den ersten Sieg im Kalenderjahr 2020 eingebracht. Das 1:0 in Magdeburg, ein kleiner Befreiungsschlag, schließlich war die Abstiegszone vor der Corona-Pause gefährlich nahe gekommen, hatte aber durchaus schmeichelhaften Charakter. Magdeburg hatte den FCK phasenweise tief in die eigene Hälfte gedrängt und sich eine Vielzahl von Chancen erspielt. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Auswärtssieg. Aber mit der spielerischen Leistung sind wir es nicht", stellte Schommers am Dienstag klar. Ihm hatte besonders missfallen, wie sein Team dem Gegner die Spielkontrolle überlassen und den Spielaufbau nicht gestört hatte. Schon das "Anlaufen in der ersten Linie" habe nicht gestimmt, bemängelte Schommers.

Die Folge war eine intensive Aufarbeitung mit der Mannschaft, schließlich steht schon am Mittwochabend (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) das nächste Duell im dicht-getakteten Spielplan an: Mit dem TSV 1860 München erwarten die Pfälzer einen formstarken Gegner, der am vergangenen Spieltag nicht nur einen 0:2-Rückstand gegen Spitzenreiter MSV Duisburg in einen 3:2-Sieg gedreht hat, sondern auch seit satten 15 Spielen ungeschlagen ist. "Ich hoffe, dass wir einen Schritt weiter sind als am Samstag", so Schommers.

Spielersteckbrief Skarlatidis
Skarlatidis

Skarlatidis Simon

Spielersteckbrief Grill
Grill

Grill Lennart

Spielersteckbrief Spahic
Spahic

Spahic Avdo

Spielersteckbrief Raab
Raab

Raab Matheo

Manchmal entscheiden Nuancen - manchmal auch Glück und Pech

Chancen rechnet er sich natürlich aus, zumal die Liga sehr ausgeglichen ist und nicht selten Nuancen oder eine Portion Glück Spiele entscheiden, wie es der FCK in dieser Saison nicht nur in Magdeburg - und da mal zu seinen Gunsten - erfahren hat. "1860 München hat in der 86. Minute ein Spiel gewonnen. Wir haben vor der Corona-Pause in den letzten Minuten oft Siege liegen lassen", betonte Lauterns Trainer mit Blick auf späte Nackenschläge, wie etwa beim 3:3 gegen Meppen oder dem 1:1 in Mannheim. Es gehe darum, künftig nicht mehr von Glück oder Pech in den Schlussminuten abhängig zu sein. Dann könnte es dem FCK auch gelingen, was die Löwen zuletzt eindrucksvoll geschafft und damit den Relegationsrang erklommen haben: "1860 München ist die Mannschaft, die diese hohe Kontinuität fährt", weiß Schommers.

Spahic vor Drittliga-Debüt bei den Roten Teufeln

Allerdings muss er gegen die Münchner auf zwei Leistungsträger verzichten: Simon Skarlatidis fällt auch weiterhin aus ("Er ist noch im individuellen Aufbautraining"), nicht zur Verfügung steht darüber hinaus auch Stammtorhüter Lennart Grill. Der Keeper, der nach der Saison zu Bayer Leverkusen wechseln wird, hat in Magdeburg seine fünfte Gelbe Karte gesehen und ist gesperrt. Zu seinem ersten Drittliga-Einsatz für die Roten Teufel kommt damit Avdo Spahic, der vor der Saison von Energie Cottbus zu den Pfälzern kam. Das Vertrauen ihn den 23-Jährigen ist groß, "sonst hätten wir ja seinen Vertrag nicht verlängert", sagt Schommers.

Nachwuchsmann Raab auf der Bank

Spahics Platz auf der Bank wird derweil Matheo Raab einnehmen. Der 21-Jährige kam vor drei Jahren aus dem Nachwuchsbereich von Eintracht Trier zum FCK und stand diese Saison elfmal in der Oberliga zwischen den Pfosten.

pau