2. Bundesliga

LIVE! HSV empfängt Darmstadt - Ist Knoten bei 96 geplatzt?

2. Liga, 5. Spieltag: HSV verliert nach zweimal Rot - Club trifft spät und traumhaft

Lautern nutzt Fürths Fehler eiskalt - Bielefeld remis bei Scherning-Debüt - Hansa souverän

Der 1. FC Kaiserslautern jubelte nach Rückstand in Fürth.

Der 1. FC Kaiserslautern jubelte nach Rückstand in Fürth. picture alliance / Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

1:1 bei Scherning-Debüt: Hacks Knaller rettet Bielefeld Punkt in Heidenheim

Denn besseren Start auf der Ostalb erwischten die Heidenheimer: Nach nicht einmal 180 Sekunden köpfte Kleindienst zur FCH-Führung ein (3.). Bielefeld musste den Rückschlag zunächst verdauen, durch ein Traumtor von Hack aus der Distanz glich die Arminia dann in der 10. Minute aus. Bis zum Pausenpfiff wogte die flotte Partie hin und her, doch es blieb zunächst beim 1:1. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Heidenheim das Tempo, das Heimteam drückte auf den Siegtreffer. Bielefeld war mehrheitlich mit Abwehraufgaben beschäftigt. Nachdem Bielefelds Jäkel in der 75. Minute mit Gelb-Rot vom Platz geflogen war, entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Doch den Heidenheimern sollte das Siegtor gegen aufopferungsvoll kämpfende Arminen nicht mehr gelingen.

Lautern bestraft Fürth - Traumtor Verhoek, hinten souverän: Hansa bezwingt St. Pauli

Ziemlich einseitig verlief die erste Hälfte der Partie zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Kaiserslautern. Das vor dem Spieltag noch sieglose Kleeblatt war über die kompletten ersten 45 Minuten das bessere Team, die 1:0-Pausenführung durch Raschl (13.) war angesichts der Dominanz zu wenig. Vom bisher so frechen Aufsteiger war in Durchgang eins fast nichts zu sehen. Doch nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff bestraften die Roten Teufel den Fürther Chancenwucher durch das 1:1 durch Hercher (46.), nur kurze Zeit später erzielte Wunderlich gar die Lauterer Führung (54.). Fürth fand nicht mehr in die Partie zurück - im Gegenteil: Ein böser Patzer von Keeper Linde im Verbund mit Christiansen ermöglichte Redondo das Tor zum 3:1-Endstand für den FCK (79.). Die Pfälzer fuhren ihren dritten Dreier ein, die Franken müssen weiter auf den ersten Sieg warten.

Überhaupt nicht ausgeschlafen wirkte der FC St. Pauli beim Gastspiel bei Hansa Rostock. Die Nordostdeutschen waren von Anpfiff weg das bessere und aktivere Team, Pröger (4.) und Verhoek per Traumtor (17.) schossen die frühe 2:0-Pausenführung für die Hanse-Kogge heraus. Nach dem Seitenwechsel zog sich der FCH etwas zurück und überließ den Hamburgern das Mittelfeld. St. Pauli wusste mit dem sich bietenden Räumen aber nur wenig anzufangen, Torgefahr strahlten die Kiez-Kicker auch in Durchgang zwei nicht aus. Hansa geriet gegen im Angriff harmlose Gäste eigentlich nicht mehr in Gefahr und brachte den 2:0-Sieg souverän über die Bühne.

Paderborner Tore-Party startet früh mit Elfmeter

Die Partie zwischen Paderborn und Kiel ließ Tore erwarten und beide Teams lieferten - und wie. Die Hausherren gingen zunächst per Elfmeter in Führung (Muslija). Fast im Gegenzug zappelte der Ball, nachdem Korb noch dran gewesen war, auf der anderen Seite im Netz. Nach einem abgefälschten Schuss von Justvan lag der SCP nach 13 Minuten wieder vorn. Pause? Noch lange nicht: Bei den Toren von Obermair und Platte zum 4:1 halfen die Kieler tatkräftig mit. Nach weiteren Toren von Platte und Skrzybski ging es mit einem unglaublichen 5:2 in die Pause. Kiel, das noch einen Elfmeter verschossen hatte, hatte keine Antwort parat und der SCP ging am Ende mit einem denkwürdigen 7:2 vom Platz. Paderborn führt die Tabelle nach fünf Spieltagen mit zwölf Punkten und 18:6 Toren an.

5. Spieltag

Traumtor als Schlussakt: KSC zerlegt Regensburg auswärts

Dank eines Schnellstarts entführte der Karlsruher SC alle drei Punkte aus Regensburg und feierte am Ende einen 6:0-Kantersieg. Die Hausherren legten einen kompletten Fehlstart hin. Denn der KSC lag nach Treffern von Franke und Nebel bereits nach einer Viertelstunde mit 2:0 in Front. Spätestens als Gondorf aus 18 Metern kurz vor der Pause zum nicht unverdienten 3:0 eingeschossen hatte, war die Partie entschieden. Entsprechend blieb das Aufbäumen aus - und Schleusener erhöhte per Doppelpack auf 5:0. Breithaupt setzte per Traumtor den Schlusspunkt zum 6:0.

Neuzugang Duah trifft spät zum Club-Sieg

Per "Lucky Punch" in der Nachspielzeit feierte der 1. FC Nürnberg in Sandhausen den ersehnten zweiten Saisonsieg. Nach einer umkämpften ersten Hälfte lag der SVS nach einem Traumtor von Ajdini knapp vorn. Nach dem Wechsel glich Daferner nach einer Ecke sehenswert per Kopf aus und es sah lange nach einer Punkteteilung aus. Doch in der Nachspielzeit war es Neuzugang und Joker Duah, der nach Solo und via sehenswertem Schlenzer aus 16 Metern der Partie noch die Wende bescherte.

Wilde zweite Hälfte bei BTSV-F95

Aufsteiger Eintracht Braunschweig wartet indes weiter auf den ersten Dreier. Die Niedersachsen holten nach einer abwechslungsreichen zweiten Hälfte und trotz zweier Führungen gegen Fortuna Düsseldorf am Ende ein 2:2 (0:0). Für die von Daniel Thioune trainierten Gäste war es das dritte Ligaspiel in Reihe ohne Sieg. Gavory und Sobottka glichen die BTSV-Treffer durch Krauße und Donkor immerhin jeweils postwendend aus.

HSV verliert nach zweimal glatt Rot

Aaron Opoku sieht Rot

Kartenfestival im Volkspark: Auch Aaron Opoku erlebte den Schlusspfiff nicht mit. IMAGO/KBS-Picture

Seit 1981 wartete der HSV auf einen Sieg gegen Darmstadt - und muss sich weiter gedulden. Die Hessen erwischten einen Start nach Maß: In der 4. Minute traf der unbedrängte Ex-Hamburger Pfeiffer per Kopf, nur drei Minuten später war auch Tietz mit dem Kopf zur Stelle - 2:0, gleichzeitig der Pausenstand. HSV-Coach Tim Walter brachte danach Neuzugang Dompé, doch es war Tietz, der beinahe das 3:0 für die Lilien erzielt hätte (50.). Nachdem Gjasula in der 58. Minute die Ampelkarte gesehen hatte, keimte wieder Hoffnung auf bei den Rothosen.

Doch nicht lange: Holland hielt den kurz zuvor eingewechselten Opoku fest, dem daraufhin die Sicherungen durchbrannten. Nach einem Tritt gegen den am Boden liegenden Darmstädter flog er hochkant vom Platz (64.). Bitter auch für den HSV, dass Glatzel einen Elfmeter wegen einer vorangegangenen falschen Abseitsentscheidung nicht bekam (68.). Der eingewechselte Königsdörffer verkürzte zwar doch noch auf 1:2, sah aber wegen einer Tätlichkeit ebenfalls die Rote Karte - und so holte sich Darmstadt und nicht der HSV die Tabellenführung am Freitagabend.

Magdeburgs schlimmer Patzer führt 96 auf die Siegerstraße

Zum ersten Mal überhaupt in einem Pflichtspiel trafen Magdeburg und Hannover aufeinander. Ein fürchterlicher Abwehrbock führte zur Führung für die Niedersachsen. Müllers Pass im eigenen Strafraum auf Gnaka geriet zu kurz, dieser spielte auch noch Beier in die Füße, der sich nicht zweimal bitten ließ (14.). Die fehlerbehafteten Magdeburger ließen weitere Großchancen zu, Tresoldi hatte den zweiten Treffer auf dem Schlappen (24.). Dieser gelang kurz vor der Pause Krajnc per Kopf, weil er vor FCM-Keeper Reimann ans Leder kam. Als dann auch noch Muroya nach Nielsens starker Vorarbeit zum 3:0 traf, war die Messe in Magdeburg endgültig gelesen (56.). Zieler mit einer starken Parade gegen Kwarteng (68.) und Teuchert mit dem 4:0-Endstand in der Nachspielzeit beseitigten die letzten Zweifel. Die 96er fuhren damit den zweiten Sieg in Folge ein, während die Hausherren das vierte Pflichtspiel in Folge verloren.

Der 5. Zweitligaspieltag im Überblick

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