Bundesliga

Lasme bricht dank Aufstiegsheld den Bann

Erstes Tor des Stürmers

Lasme bricht dank Aufstiegsheld den Bann

Weiß bei wem er sich für seinen ersten Bundesligatreffer bedanken muss: Bielefeld-Stürmer Bryan Lasme. 

Weiß bei wem er sich für seinen ersten Bundesligatreffer bedanken muss: Bielefeld-Stürmer Bryan Lasme.  imago images/Ulrich Hufnagel

Nach dem Abpfiff hätte es für ihn gleich weitergehen können. "Ich bin sehr glücklich und denke schon an die nächste Woche, wo ich wieder treffen will", erzählte Bryan Lasme nach dem 1:1 gegen den 1. FC Köln und lenkte den Blick vor dem nun anstehenden Auswärtsspiel bei Hertha BSC sofort an die Bielefelder Gesamtsituation: "Wir brauchen drei Punkte."

Jubel mit Aufstiegsheld

Nach dem Treffer, den er nur 120 Sekunden nach seiner Einwechslung in der 59. Minute zum verdienten Ausgleich erzielt hatte, lief der Franzose schnurstracks Richtung Trainerbank. Erklärung des 23-Jährigen: "Ich habe sehr hart und sehr viel mit Sebastian Hille gearbeitet. Deshalb habe ich mit ihm gejubelt. Dieses Tor war für ihn." Der heutige Co-Trainer, inzwischen 41 Jahre alt, ist selbst ein Kultstürmer der Ostwestfalen, spätestens seit er einst am 11. Mai 2013 am vorletzten Spieltag der 3. Liga zum 1:0-Sieg gegen den ärgsten Verfolger und Nachbarn VfL Osnabrück traf und Arminias vorzeitigen Wiederaufstieg sicherstellte.

Offenbar machte Lasme gegen Köln gleich in seiner ersten Szene nach Anleitung seines Lehrmeisters alles richtig. "Ich habe den Pass von Masaya Okugawa bekommen, kurz auf die Bewegung des Torhüters geachtet und dann direkt abgeschlossen", so der von Zweitligist FC Sochaux zu Arminia gewechselte Franzose.

Lasme bricht den Bann der Stürmer

"Wir machen so viele Zusatzschichten. Sebastian ist dann mit den Stürmern unterwegs", freute sich auch Cheftrainer Frank Kramer, dass die Extraeinheiten nun wenigstens bei einem seiner Null-Tore-Stürmer erste Früchte trug (Florian Krüger, Janni Serra und auch Offensivmann Robin Hack warten weiter auf den Durchbruch). "Bryan ist einer, der das auch fordert und nach dem Training am liebsten noch zwei Stunden an seinen Abschlüssen arbeitet."

"Arbeiten, arbeiten, arbeiten"

Lasme selbst kündigt unterdessen mit neuer Zuversicht weitere Tore an. "Sicher. Damit bin ich noch nicht am Ende." Der Optimismus ist ungebrochen. "Wir haben eine gute Mannschafft. Ich denke, wir können in der Liga bleiben, wenn wir zusammenstehen und auf dem Platz zusammenarbeiten." Dass sein Beispiel Schule macht und die Kollegen im Kader mitzieht, ist eine weitere Hoffnung. "Arbeiten, arbeiten, arbeiten. Tore im Training machen - das gilt für mich und für alle anderen Stürmer. Und dann müssen wir auch die Chancen im Spiel verwerten."

Gratulationen gab’s derweil auch von Nebenmann Fabian Klos, der Lasme dem Vernehmen nach in der Vergangenheit intern das eine oder andere Mal vehement zur Räson gerufen hatte. "Wir haben Spaß, alles ist gut und es gibt keine Probleme. Wir sind wie eine Familie", sagt Lasme heute und betont, dass Klos, weiterer Kultstürmer der Bielefelder, seinerzeit völlig angemessen agiert habe. "Fabi ist eine große Gestalt in diesem Verein und seit vielen Jahren hier. Ich kann von ihm lernen, er ist wie ein Kapitän und hat das Recht. Es ist gut für uns."

Michael Richter

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