DFB-Pokal

Landespokale: FWK feiert Shapourzadeh - FCC schlägt RWE

Finaltag: Viktoria Köln und Rostock gewinnen Elfmeterschießen

Landespokale: FWK feiert Shapourzadeh - FCC schlägt RWE

Matchwinner mit Pokal: Würzburgs Kapitän Amir Shapourzadeh wurde in Haching eingewechselt - und trumpfte auf.

Matchwinner mit Pokal: Würzburgs Kapitän Amir Shapourzadeh wurde in Haching eingewechselt - und trumpfte auf. imago

Der ein oder andere Zuschauer fühlte sich an Bayern Münchens Angreifer Robert Lewandowski erinnert. Und dessen historische fünf Tore gegen den VfL Wolfsburg in nicht einmal neun Minuten. Amir Shapourzadeh, wie Lewandowski zur Halbzeit eingewechselt, spielte sich an diesem Samstagnachmittag im Landespokalfinale gegen Regionalligist Unterhaching in einen Rausch. An Lewandowski reichte er letztlich aber nicht heran. Und trotzdem konnte sich Shapourzadehs Leistung sehen lassen.

Zur Pause lag Würzburg nach dürftiger erster Hälfte vor 3200 Zuschauern mit 0:1 zurück. Alexander Sieghart hatte schon in der vierten Minute einen Freistoß für die Oberbayern verwandelt. Nach der Pause kam Shapourzadeh. In sieben Minuten traf der ehemalige Nationalspieler des Iran viermal und entschied die Partie im Alleingang zugunsten des Neu-Zweitligisten.

In der ersten Halbzeit hat man gesehen, was der Alkohol mit den Menschen anrichten kann.

Bernd Hollerbach

Nach der Partie gab sich der Matchwinner im Vereinsfernsehen zurückhaltend: "Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Im Endeffekt ist es für mich nicht wichtig, wer die Tore schießt", so Shapourzadeh. Und Trainer Bernd Hollerbach gestand mit Blick auf die ausgiebige Aufstiegsfeier: "In der ersten Halbzeit hat man gesehen, was der Alkohol mit den Menschen anrichten kann. In der zweiten Halbzeit haben wir ein überragendes Spiel gemacht." Der ebenso eingewechselte Daniel Nagy schnürte noch einen Doppelpack und machte das halbe Dutzend voll. Für Haching traf Vitalij Lux.

Garbuschewski verwandelt den entscheidenden Elfmeter

Weniger rauschhaft zog Hansa Rostock in den DFB-Pokal ein. Gegen den FC Schönberg 95 musste die Elf von Coach Christian Brand ins Elfmeterschießen. Während Bastian Henning und Daniel Halke auf Seiten des Regionalligisten die Nerven versagten, vergab bei Hansa nur Maximilian Ahlschwede. So war Ronny Garbuschewski der umjubelte Mann. Er verwandelte den entscheidenden Strafstoß.

Hoher Westerwald Niederroßbach/Emmerichenhain unterliegt Trier

Der SG Hoher Westerwald Niederroßbach/Emmerichenhain blieb der große Wurf verwehrt. Der sensationell ins Pokalfinale eingezogene Kreisligist zog beim 1:5 gegen Eintricht Trier den Kürzeren. Der Klub hätte allerdings ohnehin nicht im DFB-Pokal antreten dürfen. Denn laut den Statuten ist es Spielgemeinschaften verboten, im Cup mitzuspielen. Die schon lange bestehende Regelung sollte ursprünglich der Chancengleichheit dienen, daher wurde es untersagt, dass Klubs ihre Kräfte bündeln.

Thüringen: Carl Zeiss Jena schlägt Erfurt

Im Thüringenpokal kam es zum traditionsreichen Duell zwischen Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Erfurt, bei dem der Regionalligist sich verdient mit 2:0 durchsetzte. Allerdings dauerte es bis zur 80. Minute, ehe der erst in der 68. Minute eingewechselte Dominik Bock endlich den Bann brach und aus rund 20 Metern flach einschoss. Jena versuchte nachzulegen, die Entscheidung fiel dann in der 86. Minute durch einen von Niclas Erlbeck verwandelten Foulelfmeter. Erfurts Luka Odak hatte zuvor René Eckardt im Strafraum grob gefoult und wurde von Schiedsrichter Oliver Lossius mit Rot vom Platz gestellt.

Elfmeterkrimi in Bonn: Viktoria gewinnt Kölner Stadtduell

Die beiden Kölner Klubs Viktoria und Fortuna trafen sich in Bonn zum Pokalfinale am Mittelrhein. Vor 4.183 Zuschauern hatte am Ende der Regionalligist die Nase vorn und gewann die Partie nach einem dramatischen Elfmeterschießen mit 6:5. In der regulären Spielzeit war es trotz einiger Gelegenheiten auf beiden Seiten zu keinem Torerfolg gekommen. In der Verlängerung traf Joker Jules Schwadorf (96.) für Viktoria an den Pfosten, von wo der Ball ins Tor abprallte. Nun wurde es hektisch und emotional, kurz nach dem Treffer kam es zu einer Rudelbildung. Und Drittligist Fortuna sollte noch einmal zurückkommen: Gleich nach dem Seitenwechsel der Verlängerung war es Cauly Oliveira Souza (107.), der mit einem abgefälschten Schuss ins Tor traf. Nun musste die Lotterie eines Elfmeterschießen entscheiden und alle fünf Schützen beider Mannschaften trafen. Doch das nächste Shoot-Out sollte entscheiden: Sebastian van Santen verwandelte für die Viktoria, doch Fortunas Kusi Kwames schwach geschossener Schuss wurde von Nico Pellatz pariert. Somit gelang Viktoria der Titel-Hattrick im Mittelrhein-Pokal, den das Team bereits 2014 und 2015 gewinnen konnte.

lei

Elferkrimi im Derby - Viktoria Köln zieht in den DFB-Pokal ein

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