Bundesliga

Stefan Lainer: "Ich hätte mir vielleicht schon gewünscht, dass..." - Borussia Mönchengladbach: Trainer Rose zeigt sich mit dem 0:0 zum Bundesliga-Auftakt gegen S04 zufrieden

Borussia Mönchengladbach: Trainer Rose sieht Luft nach oben

Lainer: "Ich hätte mir vielleicht schon gewünscht, dass..."

Stefan Lainer

Neuer Antreiber auf der rechten Seite: Stefan Lainer. imago images

Im Alter von 26 und nach vielen Jahren in österreichischen Fußball-Gefilden bei den Red Bull Juniors, dem SV Grödig, dem FC Liefering, dem SV Ried und Red Bull Salzburg (2015-2019) hat Stefan Lainer das Abenteuer im Ausland gesucht und ist in die Bundesliga zu Borussia Mönchengladbach gewechselt.

Seine ersten Eindrücke nach dem Auftaktspiel gegen Schalke (0:0) teilte der Rechtsverteidiger direkt nach Spielschluss gegenüber "Sky" mit. "Es macht Spaß", so Lainer, der an diesem Abend 58 Ballberührungen verzeichnete und mit einem Top-Speed von über 33 Kilometern pro Stunde richtig Gas gab.

Nicht ganz zufrieden war Lainer dagegen - wie das gesamte Team der Fohlen - mit der Nullnummer gegen S04: "Wir sind auf dem richtigen Weg, heute standen wir zum Beispiel schon geordneter als zuletzt (beim knappen 1:0 im Pokal in Sandhausen; Anm.d.Red.). Trotzdem brauchen wir natürlich auch noch etwas Zeit, um uns noch mehr zu finden. Es ist noch Luft nach oben. Ich hätte mir vielleicht schon gewünscht, dass wir die Seiten schneller wechseln. Dann hätten wir vielleicht mehr Räume gehabt."

Lainer und die fehlende Abstimmung

Bei der Eingliederung ins Team im Sommer fühlte der Abwehrmann (135 Partien in Österreichs Oberhaus, zehn Tore) laut eigener Aussage keinen besonderen Druck: "Intern habe ich nicht das Gefühl gehabt, dass der Trainer mich anders behandelt. Es ist am Ende wie immer: Wenn ich schlecht trainiere, spiele ich nicht, wenn nicht, spiele ich."

Was der Außenverteidiger in jedem Fall vermisst hat, ist die fehlende Eingespieltheit mit den Kollegen. Seine Aussage dazu: "Einige Bälle, die ich in Salzburg blind gespielt habe, sind heute nicht angekommen - weil vielleicht auch die Stürmer noch nicht so richtig wissen, wie ich spiele."

Rose: "Wir hätten das Spiel alle gern gewonnen"

Marco Rose

Kann mit dem 0:0 gegen Schalke leben - und hat Gutes gesehen: Gladbachs neuer Trainer Marco Rose. imago images

Von seinem Trainer Rose, der Lainer aus Salzburg direkt mitgebracht hatte, sei der Akteur in jedem Fall überzeugt - speziell "von seiner Idee, von seiner Spielphilosophie".

Dass das Team der Borussen das immer weiter verinnerlicht, stellte auch Rose selbst fest - wenngleich es noch deutlich Luft nach oben gibt: "Die Leistung war in Ordnung, denn wir haben wieder einen kleinen Schritt nach vorn gemacht. Wir haben nach Balleroberungen schnell Tiefe gefunden. Das hat zwar nicht immer geklappt, doch man hat gesehen, dass es die Jungs immer wieder versuchen. Außerdem haben wir nicht viel zugelassen. Selbst hatten wir auch drei-, viermal die Möglichkeit, das Spiel für uns zu entscheiden. Ich glaube deswegen schon, dass ich den Jungs morgen am Sonntag einige gute Szenen zeigen kann."

Wir hätten das Spiel alle gern gewonnen, das hat man auch bei den Fans gemerkt.

Marco Rose

Abschließend merkte der neue BMG-Coach aber auch an: "Jeder Mensch tickt natürlich so, dass alles am besten gleich funktionieren soll. Doch die Dinge brauchen Zeit, wir wollen hier einiges aufbrechen - und dabei ziehen die Jungs super mit. Wir hätten das Spiel alle gern gewonnen, das hat man auch bei den Fans nach Spielende gemerkt."

mag

Bilder zur Partie Bor. Mönchengladbach - FC Schalke 04